Qualcomm wird bissig

Eine richtig schöne Schlammschlacht hat Qualcomm jetzt gegen Nokia angezettelt. Die Nummer Eins der Handy-Hersteller soll ein Dutzend Patente verletzt haben, bei denen es um Wideband-CDMA- und UMTS-Technologien geht.

Qualcomm will Nokia zumindest in den USA den Vertrieb und die Herstellung von GSM-Produkten verbieten lassen. Außerdem soll Nokia Schadensersatz leisten. Das klingt nach einer billigen Retourkutsche: Gerade erst hatte sich Nokia zusammen mit fünf anderen Herstellern (darunter Ericsson und Texas Instruments) bei der Europäischen Kommission über die Geschäftspraktiken von Qualcomm beschwert. Qualcomm hat die Chips für CDMA-Handys erfunden und soll

Herstellern, die auch die Chipsets kauften, Vorzugsbedingungen bei den Lizenzen für Technologiepatente eingeräumt und damit den Wettbewerb behindert

haben.

Da fast alle Handy-Hersteller im GSM-Bereich die Qualcomm-Technologie verwenden müssen, betrifft der laufende Prozess

11 Qualcomm-Patente und eines, das der Tochterfirma SnapTrack Inc. gehört.

Jetzt rächt sich, dass Nokia es nicht geschafft hat, mit seinen eigenen CDMA-Chips einen nennenswerten Marktanteil zu gewinnen. Müssen wir halt unsere Nokia-Handys unter der Matratze verstecken, damit Qualcomm sie nicht einkassiert …

[dj]

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