Sony DRM: Es wird immer besser

Eigentlich sollte mit diesem Thema langsam Schluss sein, aber was jetzt noch alles rauskommt, ist schon ziemlich unglaublich. Zum einen besorgt sich Sony mittels DRM nämlich Informationen vom Rechner des Users, und zum anderen hält die Firma ihre Kunden für so blöde, dass die eh nicht kapieren, was da auf ihren PCs passiert.

Erstens: Sysinternals hat entdeckt, dass der DRM-Uninstaller verlangt, dass man alle Specs des eigenen Rechners angibt, worauf man eine „einmalige ID“ erhält, mit der man den Uninstalelr herunterladen kann. Der Uninstaller läuft aber erst, wenn man das DRM herunterfährt, und das DRM kann man nicht herunterfahren, solange man den Uninstaller nicht ausgeführt hat. Perfekt.

Zweitens: Sony hat eine hohe Meinung von seinen Kunden, wie ein NPR-Interview belegt:

Thomas Hesse, President of Global Digital Business von Sony, erklärte wörtlich:

„Ich glaube, dass die meisten Leute nicht einmal wissen, was ein Rootkit ist; weshalb sollten sie sich also Sorgen machen?“

Und mit den Dummen kann man ja machen, was man will.

Die Frage ist hier wirklich, wie weit ein Unternehmen gehen darf, um seinen Content zu schützen. Man kann sicher beide Seiten der DRM-Diskussion verstehen, aber dieses Verhalten ist einfach verantwortungslos.

[dj]

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