Straucheln VoIP-Anbieter am Notruf Mandat?

Tja, da hat einer ganz offensichtlich einen wichtigen Termin verbummelt. Gut, eigentlich hat ja kaum einer der amerikanischen VoIP-Anbieter wirklich zu hundert Prozent das Enhanced 911 (E911) Mandate fristgerecht erfüllt. Nicht nur Vonage. Doch bei ihnen war das Versäumnis eben nicht mehr zu kaschieren. Gerade mal 26 Prozent der Vonage-Kunden (und das sind immerhin rund eine Million) können bislang auf den E911 Service zugreifen. Bei anderen Anbietern lag der Anteil deutlich höher.

Am Montag lief die 120-Tage-Frist für alle Anbieter aus. Dann hätte der vorgeschriebene E911 Dienst stehen müssen, der die „vollautomatische Übermittlung von geographischen Standortangaben des Anrufers beim Absetzen eines Notrufes“ per Gesetz zwingend macht.

Die Konsequenz von rechtlicher Seite (vertreten durch die FCC, die Federal Communications Commission) könnte für Vonage bedeuten, so lange keine neuen Kunden mehr annehmen zu dürfen, bis tatsächlich alle Kunden über Zugang zum E911 Notrufservice verfügen. Aua. Vonage indes versucht sich im Beschwichtigen, mit dem Hinweis darauf, dass trotz fehlender E911-Flächendeckung sehr wohl von allen Kunden Rufnummer und Adresse übermittelt werden können. Welche Lösung da gefunden wird könnte spannend werden. [bda]

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising