Auffallen ist ja ok, aber keine Fotos, bitte!

Heute und morgen findet in New York die ITP (Interactive Telecommunications Program)Winter Show 2005 statt. Die wunderbare Regine Debatty von We-Make-Money-Not-Art fand vorab schon mal Gefallen an diesem Überwachungsschutz-Kopftuch, das wahrlich seltsam anmutet.

Zunächst soll es vor unerwünschten Foto- oder Filmaufnahmen schützen (mehr Info zu dieser Technologie Hier!). Das neckische Bindi symbolisiert hier nicht etwa Familienstand oder Heiratswilligkeit. Im symbolischen dritten Auge ist ein Laser versteckt, der das Gesicht der Kopftuchträgerin unkenntlich macht sobald sie heimlich fotografiert wird. Funktioniert, wenn ich das richtig verstanden habe, allerdings nur bei genau frontalen Aufnahmen.

Das Kopftuch selbst soll an die Hatz auf arabisch-anmutende US-Bürger nach dem Anschlag auf das World Trade Center erinnern. Dennoch ist das Objekt voller Wiedersprüche. Zwar kann eine Kamera das Gesicht des Trägers nicht frontal aufnehmen, doch wird man damit sicherlich auf der Straße zu einem Aufmerksamskeitmagneten. Zudem enthält das Kopftuch Aluminium. Es ist wohl nicht besonders schwer, den Träger auf den Radarschirm zu bekommen? Aber, was soll’s. Da es sich offensichtlich um Kunst handelt, muss die Technik ja auch nicht so wahnsinnig stimmig sein… [bda]

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