Das Geheimnis verschwundener Teelöffel

Die Geisteswissenschaften. Totgeredet. Angeblich unnütz, brotlos und überflüssig. In einer Zeit, in der sogenannte klingende-Münze-Studiengänge wie Wirtschaft und Technik dominieren, gibt es nur spärliches Verständnis für jene Sorte Wissenschaftler, die oft intuitiv an wichtige Forschungsgegenstände heran spüren. Oder kommt mir das nur so vor?

Jedenfalls haben australische Wissenschaftler ein Problem untersucht, das schon seit Urzeiten für Rätsel sorgt: Das Problem der verschwindenden oder wandernden Teelöffel. In einer Langzeitstudie haben sie 70 Teelöffel heimlich mit Nummern versehen und dann den Dingen ihren Lauf gelassen. Ergebnis nach fünf Monaten: 80 Prozent waren nach Ablauf der Testphase verschwunden. Rein statistisch müssten bei einer derart haarstäubenden Verlustrate jährlich rund 250 Teelöffel gekauft werden, um den Verlust zu kompensieren und auch am Ende des Jahres noch mindestens 70 Teelöffel zu haben.

Vielleicht, und da kommt das Element der Wissenschaftsbefruchtung durch Fiction-Literatur wieder zum Tragen, haben Teelöffel ja auch ein Eigenleben. Und wandern unauffällig zu einem Planeten, der nur von löffeloiden Lebensformen bevölkert wird. Das könnten sich die durchführenden Wissenschaftler in Hinblick auf Douglas Adams zumindest theoretisch vorstellen. Und jetzt frag ich Euch: Was nur, wenn solche Zusammenhänge nicht erforscht würden? Wollt Ihr etwa unwissend sterben? [bda]

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