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„Hab ich Dir’s nicht immer gesagt“, können sich jetzt die Altvorderen die Hände reiben: Der iPod ist nicht der reine Segen. Das Wall Street Journal berichtet, dass bei den amerikanischen Ohrenärzten immer mehr junge Leute auftauchen, die Symptome von lärmbedingtem Gehörverlust haben, was der permanenten Nutzung von MP3-Playern und Ohrhörern zugeschrieben wird.

Neu ist das Phänomen allerdings nicht – als Sony seinerzeit den Walkman auf den Markt brachte, gab es ähnliche Stories. Allerdings scheint es, dass der größere Speicherplatz und die langlebigeren Batterien dazu führen, dass länger Musik gehört wird. Und diese längere Hördauer machen die Ärzte zur Ursache für die Erkrankung – und nicht etwa die Lautstärke!

Gehörspezialisten in Kliniken wie dem House Ear Institute in Los Angeles, dem Children’s Hospital Boston und der American Academy of Audiology halten den jetzt zu bemerkenden Effekt nur für einen Anfang, da es Jahre dauern kann, bis Lärmschäden sich zu bemerkbaren Problemen entwickeln. „Im Moment haben wir nur ein paar Teenager mit Gehörverlust untersucht,“ meint Brian Fligor, Direktor der diagnostischen Audiologie am Children’s Hospital Boston. Er fügt allerdings hinzu, dass viele andere Patienten bereits an noch nicht bemerkbaren Gehörverlust leiden könnten, „und wenn das spürbar wird, ist der Schaden bereits signifikant.“

Trotzdem sollte man nicht zuviel Angst haben: Bis jetzt gibt es nicht genügend Studien, um mit Sicherheit etwas sagen zu können. Wer sich aber Sorgen macht, sollte vielleicht zu Kopfhörern greifen, die den Umgebungslärm ausblenden, so dass man mit geringerer Lautstärke mUsik hören kann.

[dj]

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