Die Schmucktomate: Ode an die Vergänglichkeit!

Vergänglichkeit. Faszinierend. Manchmal lasse ich bereits angewelkte Blumen absichtlich noch ein Weilchen stehen. Die beobachtbaren Veränderungen sind wirklich atemberaubend. Vertrocknende, schrumpfende, farbwechselnde und abfallende Landschaften. Mikrokosmos. Wunderschön. Weniger schön der dann doch unvermeidliche Gang zum Spülbecken, um das faulig-brackige Wasser zu entsorgen...

Und schließlich ist alles vergänglich. Nicht zuletzt menschliche Beziehungen. Deren Bedeutung und Langlebigkeit oft durch edles (und nicht zuletzt “ewiges”) Geschmeide heraufbeschworen werden soll. Hilde de Decker sieht das allerdings andersherum. Sie pflanzt ihrem Schmuck die Vergänglichkeit ein. Die Fassung wird wie hier über eine junge Tomate gestülpt und im Laufe der Reifung wächst sie sich in das Gemüse ein. Hält zumindest ein ganzes Tomatenleben. [bda]

[via WMMNA]

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