Willkommen? Draußen bleiben! Und nix bitte…

Das sympathische Großbau-Projekt mit dem noch sympathischeren Namen Arcadia, das sich vor den Toren Potsdams als Schutz- und Trutzburg der Reichen anbietet, findet ganz unerklärlicherweise keine Mieter und Käufer. Die erste deutsche bewachte Appartement und Villensiedlung hat irgendwie ein Imageproblem: Leben hinter Gittern und Mauern, Durchgang nur mit Kontrolle und Passierschein, diese Art zu Leben scheint hierzulande keinen Nerv zu treffen. Womit mal wieder bewiesen wäre, wie gut es uns hier eigentlich geht. Ich meine, das geht schließlich bei aller Jammerei gern mal unter. Noch müssen Besserverdiener nicht um Leib und Leben fürchten. Noch fühlen sich Vermögende sicher. Und das selbst so nah an Berlin. Wo doch jeder weiß, dass dort die Anarchie noch immer konspirativen Unterschlupf zu Hauf findet. Also, nicht verzweifeln. Das bleibt schon nicht lange leer. Da findet sich schon noch jemand. Amerikanische Popstars beispielsweise. Oder die Scientologen suchen vielleicht noch ein lauschiges Plätzchen für ein VerhörTagungszentrum? Die sollen gut zahlen... Wenn gar nichts geht, dann kann man immer noch irgendwie Kunst draus machen. Oder ein neues Asylbewerberheim? Warum sollten die schließlich in den letzten Löchern hausen, wo Arcadia eben zufällig leer steht? Auch denen tut eine friedvolle Atmo schließlich gut! [bda]

[via WMMNA]

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