Kein Diebstahl – Aber so was ähnliches!

Dies ist eine wirklich erschütternde Geschichte. Eine junge Dame, Judith, hatte Hawaii besucht und dort prompt ihre Kamera verloren. Besonders ärgerlich war der Verlust, da sich auch noch mehr als 500 Fotos auf der internen Speicherkarte befunden hatten. Um so erfreuter war Judith, als ein Park Ranger bei ihr zu Hause anrief, der ihr mitteilte, dass die Kamera von jemandem gefunden wurde.
Bereits ein Telefonat später hatte sie in Erfahrung gebracht, dass ein Paar aus Kanada ihre Kamera gefunden hatte, diese aber bedauerlicherweise dem kürzlich an Diabetes erkrankten Sohn überlassen hätten... Judith jedenfalls akzeptierte diese armselige, Mitleid heischende Ausrede, bemühte sich lediglich um ihre Aufnahmen und wollte zu ihrer Speicherkarte eine kleine Entschädigung für die ehemals 500 Dollar teure Digitalkamera in Höhe von grade mal 50 Dollar.
Zwei Wochen später bekam sie tatsächlich Post. Inhalt des Päckchens: Ihre Aufnahmen auf CD gebrannt. Dem darauf folgenden hitzigen Telefonat konnte Judith entnehmen, dass die Speicherkarte schließlich für die Kamera benötigt würde und dass sie froh sein könne, überhaupt etwas zurück zu bekommen...
Das widerspricht wahrscheinlich nicht nur meinem Gerechtigkeitsempfinden, auch wenn es natürlich Judiths Pflicht gewesen wäre, auf ihr Zeug aufzupassen. Ich denke, hierzulande hätte sie auch eine Chance, den Finder zur Herausgabe (oder zu einer entsprechender Entschädigung) zwingen zu lassen. Hach, was ist die Welt doch schlecht... [bda]

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