Iris Scanner: Schulen zu Festungen?

Eine kleine Grundschule in Freehold, New Jersey, hat 370000 Dollar für eine Iris-Scan-Anlage springen lassen. Und wofür? Als Türöffner! Klar, dass schon allein diese Tatsache in der Gemeinde für Furore sorgte. Und wer jetzt denkt, dass da arme kleine Schüler als Versuchspersonen für die Iris-Scan-Forschung missbraucht werden, der irrt. Denn nicht die Kinder müssen in die Maschine blicken. Sondern deren Eltern. Und Lehrer.

Die ganze Geschichte ist irgendwie vertrackt und seltsam. Denn die Schule ist bisher noch nie als Hort des Verbrechens auffällig geworden. Es geht also scheinbar nicht darum, dass man Angst vor Entführungen oder dergleichen hätte. Die etwas überdimensionierte Sicherheitsmaßnahme kennzeichnet vielmehr den vorläufigen Höhepunkt von Streitigkeiten bezüglich der Aufsichtspflicht zwischen Eltern und Lehrern. 370000 Dollar. Hm. Da hätte man zig Schlichtungsgespräche unter fachkundiger Führung abhalten können. Oder eine Aufsicht für die Schulpforte einstellen können. Für etliche Jahre. [bda]

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