Ist Vergewaltigung verhütbar?

Ein Orden für Sonette Ehlers? Oder doch - die Meinung gibt's auch - ein Gutschein für einige Sitzungen beim Psychiater? Frau Ehlers hat eine Erfindung gemacht, die nicht nur Begeisterungsstürme auslöst: Rapex. Eine Art Vergewaltiungsverhütungs-Gadget. An sich schon eine verständliche Idee, Rapex ist einem Kondom nicht unähnlich und hat innen zahlreiche Spikes, die sich beim ersten Eindringen des Vergewaltigers in dessen Penis schlagen und nur operativ wieder entfernt werden können. Sicherlich äußerst schmerzhaft, zurecht. Doch das Argument der Gegenseite kann nicht übergangen werden: Charlene Smith, Anti-Vergewaltigungsaktivistin, gibt zu bedenken, dass der Schuss aber auch nach hinten losgehen könnte und die Opfer einfach gleich umgebracht werden. "We don't need these nut-case devices by people hoping to make a lot of money out of other women's fear", so Smith. Noch ist Rapex nicht auf dem Markt (soll in Afrika für nen Centbetrag erwerbbar werden), erst Ende 2006 soll es soweit sein. Vielleicht wäre es eine Lösung, die Spikes mit einem Betäubungsmittel zu präparieren. Funktioniert allerdings auch nur, wenn der Vergewaltiger ein Einzeltäter ist. Ganz abgesehen von Missbrauchsmöglichkeiten... Hmmm. Meinungen, bitte. [bda]

  1. Also grundsätzlich teile ich die Bedenken. Is halt wirklich die Frage, wie schmerzhaft das ganze ist wird sich wohl nur schwer jemand finden, der das ausprobiert). Wenn der Täter durch die Schmerzen wirklich handlungsunfähig ist, bringt es natürlich schon den gewünschten Erfolg – geht aber eben auch nur, wenn´s ein Einzeltäter ist.
    Und wenn das ganze eine größere Verbreitung und Bekanntheit finden sollte, ergibt sich genau daraus der nächste große Schwachpunkt: nämlich die Gefahr, dass der Täter vor der Vergewaltigung zur Sicherheit erstmal irgendeinen Gegenstand einführt.
    Die Gefahren überwieden jedenfalls aus meiner Sicht.

  2. Wenn ich an das amerikanische Rechtssystem denke, wird da am Schluß noch die Frau verklagt, weil der Vergewaltiger sich an ihr weh getan hat.
    Ich weiss ja auch als Mann nicht, wie das so ist, aber möchte Frau so ein Ding wirklich die ganze Zeit zwischen den Beinen haben? Ich glaube nämlich nicht, dass ein Vergewaltiger erst darauf hinweist, dass er jetzt anzufangen gedenkt und dass frau sich jetzt bitte dafür präpariert…

    Kurz gesagt: paranoiafördernder Schwachsinn.

  3. @HolzOnkel:
    Da sind Frauen sicher ganz unterschiedlich… Ich persönlich wähne mich nicht in Gefahr, von dem her kann ich mir überhaupt nicht vorstellen, mich vor Verlassen meiner Wohnung derart zu präparieren. Das mag von in Krisengebieten lebenden Frauen sicherlich ganz anders gesehen werden….

  4. „Vielleicht wäre es eine Lösung, die Spikes mit einem Betäubungsmittel zu präparieren.“
    Du bist nicht etwa auch ein Snow Crash Fan? ;)

  5. „soll in Afrika für Centbeträge…“
    Mhmm, Spikes, die sich in den Penis bohren, offene Wunden, Infektionskrakheiten….
    Neben allen bisher angesprochenen Bedenken sollte man auch das nicht aus den Augen lassen.

  6. Tja…
    Ich jedenfalls möchte keine Frau kennenlernen, die sowas hat und es dann – ach nein, wie peinlich – mal vergisst. Dann wird aus dem erträumten Liebesabenteuer sofort DER Höllentrip. Und der ist ihr wahrscheinlicher peinlicher als mir…

    Ich jedenfalls bin schon zuversichtlich, zur Wiedergutmachung den Rest meines Lebens zum Essen eingeladen zu werden. Andere Sachen kann ich mit der Frau dann wohl nicht mehr machen.

  7. hm. Schwierig. ich gehe davon aus, dass viele, viele traumatisierte Vergewaltigungsopfer gibt, die schlichtweg nicht mehr aus dem Haus trauen. Ueber Jahre.
    Wenn es ihnen hilft, sich wieder vor die Tuer zu wagen.

  8. hm. Schwierig. ich gehe davon aus, dass viele, viele traumatisierte Vergewaltigungsopfer gibt, die schlichtweg nicht mehr aus dem Haus trauen. Ueber Jahre.
    Wenn es ihnen hilft, sich wieder vor die Tuer zu wagen.

  9. Also ich find’s absolut gut – dann bekommen diese Scheiß-Typen wenigst auch mal was zu spüren. Auch wenn das noch viel harmloser ist, als das Erlebniss für die Opfer.
    Außerdem gibt es Studien, dass Gegenwehr sehr sinnvoll ist und viele Taten verhindert. Übrigens:
    Je massiver die Gegenwehr, desto eher wird die Tat verhindert – logo: Wenn der Täter im Extremfall feststellt, er hat sich hier ganz grob verschätzt und es könnte – wenn er nicht zackig abhaut und seinen Arsch rettet – ggf. für ihn mit schweren, körperlichen Folgen enden … na, wer würde da schon weitermachen statt zu flüchten, solange es noch geht?!

    Also Mädels:
    Nicht verzagen – Vergewaltiger schlagen!!!

    Meine Wunschvorstellung für alle diese Typen ist, dass sie sich mal eine aussuchen, bei der sie ultra-sicher sind, dass es klappt – so der Typ 1,40 m Körpergröße, schlank, zierlich, rosa Klamotten – und das diese dann Profi-Kickboxerin oder Bundeskadermitglied in irgendeiner Budosportart ist und den Typen mit einem (für sie noch soften) Tritt schwanzamputiert, oder noch besser – weil er sie irgendwie blöd angreift und sie nur noch Richtung Kopf gehen kann und ihn auch nicht wirklich einschätzen kann – viell. nicht richtig sieht oder so – halt der eine Handkantenschlag Richtung Punkt … „leider“ tödlich endet.

    Wäre ein solches Schwein weniger und nur gut so.

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