Skype geknackt?

Ein chinesisches Techniker-Team behauptet, das Protokoll von Skype geknackt zu haben, und will bis Ende August einen eigenen Skype-Client vorstellen. VoIP-Guru Charlie Paglee hat erklärt, dass er mit einem Mitglied des Teams gesprochen hat, das das Skype-Protokoll einem Reverse Engineering unterzogen hat: Er habe tatsächlich einen Skype-Anruf von dieser Person erhalten, und sie habe beweisen können, dass sie die Reverse-Engineering-Software benutzte, indem sie ihm die IP-Adresse seines PCs geschickt habe, eine Information, die bei gewöhnlichen Skype-Gesprächen immer verschlüsselt wird.
Skype gibt sich derweil ungerührt und erklärt, dass diese Entwicklung keinen Einfluss auf die Sicherheit der Verschlüsselung oder die Integrität von Skype habe. Allerdings behaupten die Techniker, die Skype geknackt haben wollen, auch, dass sie die Sprachübertragung via Skype stoppen könnten. Das wäre der chinesischen Regierung ganz recht, die die Skype-Software sowieso schon für illegal erklärt hat. Außerdem könnten durch derartige Blockaden Löcher im voIP-Netzwerk von Skype entstehen, und schon käme der schöne Traum von der Internet-Telefonie gewaltig ins Wackeln. Und dabei hatten wir uns gerade daran gewöhnt, dass die Chinesen jetzt nicht mehr unbedingt die Bösen sind ...

[dj]

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