Eine Nacht im Atomium

Schon ein Wahnsinn. Nicht mal 50 Jahre nach dem Bau des Atomiums musste das Brüsseler Wahrzeichen schon renoviert werden. Die 165-milliardenfache Vergrößerung eines Eisenkristalls, errichtet zur Weltausstellung 1958, musste bereits 2003 ihre Pforten für Besucher aufgrund baulicher Mängel schließen, im Frühjahr 2006 wurde es nach der Renovierung wiedereröffnet.

Was mir allerdings (und vielleicht auch dem einen oder anderen Leser) bislang entgangen ist, ist dass aus dem Atomium unter anderem ein Hotel geworden ist. Und zwar ein richtig schickes. Für Kinder. Neben einem prall gefüllten Veranstaltungskalender mit Filmen, Sci-fi Ausstellungen und dergleichen gibt es ab Februar 2007 dann auch ein Restaurant in der obersten Kugel, das man mit einem Aufzug erreicht und eben Schlafkugeln zum Übernachten für Kids. Man kann einzelne Kugeln mieten oder gleich das ganze Atomium (Montag bis Freitag nach 19 Uhr für 7000, an Wochenenden und Feiertagen nach 19 Uhr für 8000 Euronen). Die Auflagen sind allerdings streng: Rauch und Tanzverbot, man darf nichts auf die Kugeln projizieren, jedes Plakat, jede Fahne, jeder Aufsteller und überhaupt jede Art dekorativer Promotion muss genehmigt werden, will man den Parkplatz benutzen braucht es gleich das Einverständnis des Atomium-Vereins und der Brüsseler Polizei, auch zeitweilige Konstruktionen wie Zelte bedürfen diverser Zustimmungen… oje… da bekommt man ja gleich Lust, was zu organisieren… Trotzdem: sehr hübsch geworden! [bda]

[via coolhunter]

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  1. „Nicht mal 50 Jahre nach dem Bau“? Ist das nicht eine verdammt lange Zeit für ein Bauwerk, das eigentlich nur 6 Monate stehen sollte? Eine so lange Lebensdauer war doch gar nicht geplant und kam dann nur aufgrund des großen Zuspruches zustande.

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