ParisParasitenhandy zum „Community-Building“?

Motorola hat ein interessantes Patent für Handys angemeldet, über dessen Konsequenzen man noch ein wenig grübeln darf.
Bei der Erfindung geht es darum, dass sich ein Handy als Parasit bei anderen Mobiltelefonen einklinkt, wenn es merkt, dass ihm der Strom ausgeht. Das Handy kontrolliert selbstständig seinen Ladestand und schaltet alle nebensächlichen Funktionen ab, sobald der Saft knapp wird. Dann schaut es sich um, ob sich in Bluetooth-Reichweite ein kompatibles Telefon befindet, das als Proxy benutzt werden kann. Wird eins gefunden, erhält es eine Bluetooth-Nachricht, in der höflich gefragt wird, ob es denn bereit sei, als Proxy zu fungieren. Wenn es zustimmt, wird es von dem aus der Puste gekommenen Handy als Relais für die Verschickung einer SMS an alle Einträge aus der eigenen Notfall-Kontaktliste verwendet. Die Verbindung zwischen den beiden Handys erfolgt per Bluetooth, so dass die SMS tatsächlich von dem Proxy-Gerät verschickt wird, das auch die Antworten erhält und auf gleiche Art und Weise weiterleitet. Das erinnert vom Konzept her etwas an offene WLANs; mal sehen, wann und wie daraus eine echte Anwendung wird.

[dj]

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