RFID: Auch mal für die gute Sache

Nachdem bei unseren geschätzten Lesern die Position zu dominieren scheint, dass RFID Satan ist, hier auch mal ein Beispiel dafür, dass sich damit Gutes bewirken lässt: Die Firma Digital Angel hat ein Patent eingereicht für einen RFID-Chip, der als implantiertes Bio-Sensor-System fungiert. Der Chip kann Glukose-Werte messen und an einen Digital-Scanner melden. Gedacht ist das System für Diabetiker. Da die Patentanmeldung erst in der letzten Woche erfolgt ist, wird es allerdings noch dauern, bis es das Produkt wirklich auf dem Markt gibt.

[dj]

Mehr Satans-RFID auf de.ubergizmo.com

  1. Ich finde die Art sich über RFID-Kritik auf diese Weise lustig zu machen ist Ausdruck eine dumpfen Fortschrittsgläubigkeit wie sie vor 50 Jahren en vogue war. Alle die nicht an RFID verdienen werden damit noch ihre Proleme haben. RFID-Implantate bei Menschen und andere Cyborg-Erweiterungen sind eher pervers als nützlich. Das lässt sich auch ohne RFID bewerkstelligen.

    RFID sollte Rindern und Hunden vorbehalten bleiben:
    http://www.enjoy-surveillance.org/2005/12/06/das-geht-unter-die-haut/

  2. Dumpfe Maschinenstuermerei ist keinen Deut besser.

    Funktionierende, automatische Blutzuckermessungen sind genau das, was zu selbststaendig arbeitenden Insulinpumpen immer noch fehlt. Eine enorme Verbesserung fuer die ganzen Diabetiker ohne Pumpe sowieso.

  3. Es gibt bereits nicht invasive Modelle zur Glukose-Messung, etwa: http://www.swiss-paediatrics.org/paediatrica/vol14/n1/qmonitorgly_ge.html

    Sie klingen wie diejenigen die mit Gentechnik den Welthunger bekämpfen wollen oder mit Atomenergie umweltfreundliche Energeieversorgung schaffen.

    Von „Maschinenstuermerei“ kann keine Rede sein. Aber Implantate sind eben keine „Gadgets“ die man habenmuß nur weil sie neu auf dem Markt sind und diesen Unterschied vermögen Sie wohl nicht zu erkennen. Vielleicht brauchen Sie eine Chip der Ihnen dabei hilft?

  4. Dass ich von ‚“Gadgets“ die man habenmuß nur weil sie neu auf dem Markt sind‘ geredet habe, kann ich auch nach mehrmaligem Durchlesen nicht nachvollziehen. Gentechnik gegen Welthunger und Atomenerige fuer die saubere Umwelt fallen in eine andere Kategorie, naemlich die der Scheinprobleme. Technische Loesungen, wie die einer funktionierenden Blutzuckermessung, waeren eine sehr reale Verbesserung des Allags von Betroffenen.

    Soweit mir berichtet wurde, funkioniert das CGMS von http://www.swiss-paediatrics.org/paediatrica/vol14/n1/qmonitorgly_ge.html
    eben nicht — der Sensor verklebt nach einer Weile und muss wieder entfernt werden mit all den Problemen, die man sich damit einhandelt.
    Zur Glucowatch steht sogar im Artikel drin, dass man sich auf die Messwerte besser nicht (ausschliesslich) verlassen sollte.Die Glucowatch also fuer eine Kombination mit einer Insulinpumpe nicht geeignet.
    Zum Gluconline und dem Produkt der Firma animas kann ich direkt nichts sagen, allerdings sehe ich bei beiden kein ueberzeugendes Konzept, wie sie das Problem der verklebenden Sensoren loesen wollen.
    Ich schaetzte mal, dass genau deswegen, Gluconline auch nie auf den Markt (zumindest in D) gekommen ist. Dass das Geraet von Animas irgendwo eingesetzt wird, habe ich auch nicht gehoert.

    Wenn Sie da mehr wissen, immer raus damit!

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