Digital-Notenständer für brave Musikschüler

Spätestens, seit Frank Zappa von uns gegangen ist, begegne ich öffentlich (d.h. auf einer Bühne) ausgestellten Notenständern mit einem gehörigen Misstrauen – genauso gut könnte man ein Transparent „Achtung! Ambitioniert!“ aufhängen. Das geht allerdings bei Musikern, bei deren Grundausbildung der Alkoholkonsum eine eher größere Rolle als das Notenstudium gespielt hat, mit schöner Regelmäßigkeit in die Hosen.
Nehmen wir daher freundlicherweise einmal an, dass dieser Notenständer für das Heimstudium klassischer Musik gedacht ist und uns gemeinem Volk daher niemals unter die Augen kommen wird. Wer sich an so etwas allerdings delektiert, bekommt für 1.400 Dollar ein Gerät mit einem 12-Zoll-1024x768-LCD-Bildschirm, auf dem man Noten betrachten kann, die man entweder selbst gescannt oder aus einer Bibliothek mit 85.000 Titel heruntergeladen hat. Umgeblättert wird per Pedaldruck, und wer sich Anmerkungen machen will (???), kann das per Tastatur, Stift oder Touchscreen tun. Außerdem speichert der Notenständer MP3s, Setlists und Fingertabellen und hat ein integriertes Metronom, unterstützt aber leider auch Satan MIDI.

[dj]

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