Ruhe vernetzt: Cemetery 2.0

Hmmm... Web 2.0... Wer hat gleich wieder behauptet, das sei nichts anderes als eine Phrase, gar eine entschuldigung für schlechtes Design? Für manche ist der Begriff nichts anderes als ein schlechter Witz. Und wer war es gleich wieder, der dieser Vermarktungsstrategie Phrase eine tiefere Bedeutung zuschrieb? Egal welcher Meinung man anhängt, die 2.0isierung ist zu einem festen Begriff geworden (unser aller Pflichtlektüre, der Bootsektor, ist voll davon und hilft beim Erkenntnisgewinn ungemein) und macht anscheinend nicht mal vor dem Tod halt. Cemetry 2.0 heißt der neueste Auswuchs: Eine Internetverbindung via Satellit zu einem Grab, in diesem Fall (Bild) ist es die Ruhestätte des Urgroßvaters des Cemetery 2.0 Erfinders. Verlinkt werden Familienstammbäume, Flickr-Galerien, Memorials, Lieblingsseiten im Net und dergleichen. Letztendlich sind Grab, Grabpflege und Friedhofbesuche ein Mittel der Trauerbewältigung für Hinterbliebene. Da kann es schon gut tun, sich per Mail für einen verpassten Besuch am Todestag zu entschuldigen... Die Toten verstehen schon. So auf virtueller Ebene... [bda]

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