Zauberspray schützt vor Handy-Strahlung

Manchmal fühlt man sich ja an einen mittelalterlichen Jahrmarkt erinnert, auf dem Scharlatane ihre Wundermittel verkaufen: Nachdem wir weder an Vogelgrippe noch an Feinstaub gestorben sind und uns die Klimakatastrophe einen angenehm milden Herbst beschert hat, muss halt wieder die Handy-Strahlung ran. Gegen die verspricht ein Spray des französischen Kosmetikherstellers Clarins Paris Schutz, das aus Mikroorganismen hergestellt wird, die man auf Pflanzen in der Nähe von Unterwasservulkanen findet. Die Theorie (allemal wichtiger als das Produkt): Die Mikroorganismen schützen die Pflanzen vor der schädlichen Strahlung der Vulkane, also werden sie das auch mit dem Hirn der Spray-Käufer tun. Wobei es da nicht mehr so viel zu schützen geben dürfte.

[dj]

  1. Ich stelle mir immer den rauschenden Abend vor, auf dem die „Erfinder“ die Idee für dieses Produkt bekommen haben – wahrscheinlich gingen die Fenster der Bar gen Vesuv. Wie man sich im Brainstorming dann gegenseitig antreibt, die einigermaßen sinnvollen Ideen sofort untergehen, dann noch ein Grappa-Fläschchen zum Fisch leert und die Marketingfuzzis dann nur noch lallen: „Lass uns das machen. Die Idioten kaufen jeden Dreck.“

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