iTunes: Taugt auch zum Mixen

Ältere Menschen im Musikgeschäft tun sich ja oft schwer mit der fortschreitenden Digitalisierung: Bob Dylan meint, dass in den letzten zwei Jahrzehnten keine Platte mehr aufgenommen wurde, die gut klingt; Neil Young findet es furchtbar, wenn Musik in 0en und 1en verwandelt wird.

Vielleicht überdenken die ansonsten über jeden Zweifel erhabenen Altmeister ihre Position noch mal, wenn sie hören, was ihrem In-etwa-Altersgefährten Ry Cooder widerfahren ist (den kennt Ihr vielleicht als Soundtrack-Musiker, wenn Ihr versehentlich „Paris, Texas“ geguckt habt, weil Ihr dachtet, das sei ein Western; ansonsten müssen ihm Kollegen von Captain Beefheart bis zu den Rolling Stones für seine Dienste auf Knieen dankbar sein).

Cooder hat laut New York Times die Aufnahmen für sein neues Album, mit dessen Mix er nicht zufrieden war, mit dem Sound Enhancer von iTunes gebrannt, der zufällig aktiviert war, und siehe da: Das Ergebnis klang genau so, wie er sich das eigentlich gewünscht hatte. Da werden einige Produzenten um ihren Arbeitsplatz bangen müssen.

[dj]

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