Studenten: Islamisten oder Filesharer?

Was waren das noch für Zeiten, als man als Student einfach nur Systemgegner mit langen Haaren war, als solcher seinen festen Platz in der Gesellschaft hatte, und gut war’s. Man konnte ja immer noch grüner Bundestagsabgeordneter und damit gutbürgerlich werden.
Heute ist die Sachlage verzwickter, da Studenten fatalerweise dazu neigen, normal auszusehen. Trotzdem können sie Islamisten sein (danach wird in Deutschland vom Verfassungsschutz geforscht) oder Filesharer (die lässt in den USA die RIAA jagen). Jüngstes Beispiel: Die RIAA hat rausbekommen, dass die IP-Adressen von 12 Filesharern zur University of Michigan gehören, und verlangt deren Auslieferung. Das aber will die Hochschule – entgegen ersten Meldungen – nur tun, wenn sie gerichtlich dazu gezwungen wird, was angesichts des sonst so üblichen Verhaltens recht tapfer ist.
Gespannt bin ich allerdings, wann wir in Deutschland die ersten entsprechenden Verfahren haben werden.

[dj]

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