Der grosse iTunes-256KBit-Schwindel

Danke an Brian vom US-Gizmodo-Blog, der uns auf einen Artikel im Slate-Magazin hinweist. Dort warnen vernunftbegabte Menschen vor zu grossen Hoffnungen. Die Audioqualität der neuen, kopierblockerfreien, mit doppelter Bitbreite versehenen iTunes-Musiken mag zwar messbar viel höher sein, ist aber für die allermeisten Humanoiden nicht wahrnehmbar. Und wenn, dann nur in einem völlig nebengeräuschfreien Raum, mit hochwertigen HiFi-Lautsprechern und am Ende eines De-Crescendo mit einsetzendem Glockenspiel des ehemaligen bulgarischen Staatsorchesters. Also nie. Und dafür sollen wir ein Drittel mehr bezahlen? [fe]

  1. wenn ich mich aufrege, lieber „…“ (Anonymous Coward), klingt das ganz anders. Mit schmutzigen Wörtern und einem Berg von Argumenten. Das hier ist aber nur ein dezenter Hinweis darauf, dass der schlaue Steve uns grade Äpfel für Birnen verkaufen will (Hahaha). Mit Aufpreis.

  2. Es gibt aber auch „HiFi Freunde“ die sich Musik grundsätzlich auf einer Schallplatte anhören die mit einer 50.000 Euro Anlage wiedergegeben wird. Alles andere ist Kindergeburtstag, ja ja ich kenn so einen!

  3. viel wichtiger finde ich, dass es drm-frei sein wird. natürlich sind 1,29 zuviel aber es ist ein erster schritt eines majors in die richtige richtung. ich bleibe so oder so bei cds, weil ich gerne was in der hand halte und damit, nach der schallplatte, das verlustfreieste format habe.

  4. „Studies (PDF) have found that as long as you’re using high-quality encoding software, music compressed to a bitrate of 128 kbps or more is „transparent…“

    Genau hier liegt aber das Problem. Ich kenne auch deutsche Studien, nach denen gut enkodierte AAC-, Vorbis-, MP3- und WMAPro-Dateien bei/um 128k fast transparent sind. Aber: Eben nur bei bestmöglicher Enkodierung. Apple überlässt das Enkodieren aber den Plattenfirmen, die dann gerne mal einen minderwertigen Enkoder nehmen. Würde mich auch nicht wundern, wenn denen die Enkodierzeit wichtiger wäre als die Qualität…

  5. Zum einen gibt es tatsächlich so einigeLeute, die auf bitraten deutlich über 128 kbps schwören und abgesehen davon ist das total nebensächlich.
    Es geht darum das zum ERSTEN mal ein major Label sein Portfolio DRM-frei anbietet, was eine Sensation ist. Von dieser Tatsache mit dem hinweis auf unnütz hohe Bitraten abzulenken ist einfach dämlich… sry

  6. es ist wirklich eine sensation dass ein label auf drm-freie musik umsteigt, was wirklich davon zeugt dass die label schön langsam einsehen dass dieser drm-unfug nur zur verärgerung der wahren kunden beiträgt! natürlich wird man den unterschied zwischen 128 und 256kb auf einer 20€ teuren billiganlage nicht hören! aber im heutigen medienzeitalter nenne immer mehr leute eine gute hi-fi anlage ihr eigen( teilweise mehrere hundert bis tausend euros teuer) und da hört man den unterschied sehr wohl! finde es gut dass die labels endlich dieses einsehen haben, und sehe daher auch über den etwas teureren preis hinweg! finde nicht das man sich deswegen aufregen muss, WER SEINE MUSIK RAUBKOPIERT WIRD DAS WARSCH. EH WEITERHIN MACHEN, ALLE ANDEREN WERDEN SICH ÜBER DRM-FREIE, WENN AUCH ETWAS TEURERE LIEDER IN BESSERER QUALITÄT FREUEN!

  7. mein reden, solange ich nicht den musiker, sondern das label (resp. produzent) bezahle kommt mir keine musik ins haus (weder drm, anti-drm, uld, ela, ulo oder übers netz). und 1,29€ für einen song? seit ihr denn bescheuert? da kann ich ja gleich mein geld zum abwischen benutzen (wahlweise hintern oder geschirr)…

  8. Also für 128 kbps Musik würde ich nie im Leben Geld bezahlen. Und wenn ein Paar Gitarren und Hi-hats gleichzeitig bei 256 kbps spielen, kommt auch nur noch Quark raus (und ne Packung Quark kostet im Supermarkt nur 40 cent oder so und keine 1,29 €!).
    Aber seit dem ich immer mehr Kinder in der U-Bahn sehe (und leider auch höre), die musik mit ihren Handylautsprechern vergewaltigen, hege ich Vermutungen, dass die Evolution rasant vorangeschritten ist, und einigen Menschen eine wesentlich höhere Assoziationsgabe beschert hat, denn anscheinend reicht diesen kindern die bloße Erinnerung an einmal gehörte Musik, die sie sich durch sowas ähnlich klingendes mit ihrem Handy anstoßen.

  9. Versteht mich richtig: ich finde es auch grossartig, dass endlich Musik legal und ohne DRM zu haben ist. Nur der Preis von 1,29 pro Song und selbst 9,99 pro Album ist eine Unverschämtheit, ebenso wie die Argumente für die Preiserhöhung. Laut OECD Studie „Digital Broadband Content: Music“ bekommt der Künstler vom Download rund 7%, die Tonträgerfirma dagegen 47%.
    Hier eine Zusammenfassung der Studie:
    http://www.bootsektorblog.de/2005/06/echte_zahlen_mu.html
    Hier das Original-PDF:
    http://www.oecd.org/dataoecd/13/2/34995041.pdf

  10. okay, das «kopierblockerfreien» habe ich zugegebenermaszen ueberlesen, dennoch faellt es bei deiner argumentation wieder raus. ich sehe den hoeheren preis tatsaechlich fuer „spielt ueberall und verhindert mein recht auf privatkopien nicht“, die klangqualitaet halte ich nur fuer ein nettes feature.

    einen reiszer nach dem schema „preiserhoehung fuer unnoetig hohe bitrate“ darfst du dir also tatsaechlich sparen, zumal es die musik mit drm weiterhin zum selben preis geben wird und dieser fuer alben nichtmal erhoeht wird; ergo: dir wird keine preiserhoehung aufgezwungen.

    also komm mal wieder runter oder wechsel zur bildzeitung.

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