Apple und die Musikindustrie: Um was geht’s in der nächsten Verhandlungsrunde?

Bevor Apple im nächsten Monat in eine neue Runde mit den vier größten Musikfirmen (EMI, Universal, SonyBMG, Warner) geht, hat Reuters eine Lageeinschätzung vor Verhandlungsbeginn gegeben. Die könnte man so zusammenfassen, dass so viele unterschiedliche Interessen ins Spiel kommen, dass sich das Resultat kaum vorhersehen lässt.
Apple steht einerseits vor allem in Europa unter Druck, das proprietäre FairPlay fallen zu lassen, und will im Nachgang zu den Abmachungen mit EMI auch die anderen dazu bringen, auf DRM zu verzichten; andererseits würde Apple gerne bei den bisherigen Geschäftsmodellen bleiben (sprich: keine Monats-Flatrate) und auch den Plattenfirmen keinen größeren Anteil an den Einnahmen gewähren. Die wiederum scheinen sich zunehmend unwohl mit der Quasi-Monopol-Stellung von Apple zu fühlen (angeblich plant Universal einen Deal mit Amazon) und wollen außerdem mehr Geld sehen.
Nun ist Apple zwar Marktführer, aber wenn die Plattenfirmen es ernst meinen würden mit Abo-Plänen, könnten sie ja auch zu eMusic wechseln, wo bisher zwar die Großen fehlen, sich aber das Indie-Angebot Dank der Künstler von Firmen wie V2 oder Drag City durchaus sehen lassen kann. Dass sich die derzeitige Preisstruktur halten lässt, halte ich sowieso für unwahrscheinlich, nicht nur wg. eMusic, wo man 21 Euro im Monat für 75 Downloads zahlt. Schließlich kann man sich auch ganz legal aus Asien reguläre CDs (auch aus den Charts) zu Preisen ab 10,50 Euro portofrei schicken lassen – ohne DRM und Klangverlust.

[dj]

  1. Jobs hat aber die Trümpfe in der Hand. Man denke an die 100 Millionen verkauften ipods. Diese Wenigen laufen aber weitestgehend mit itunes! Und billiger werden (emusic-Preise) will die Musikindustrie bestimmt auch nicht.

    Jobs gewinnt!!!!

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