Negroponte vs. Intel: Streit der Gutmenschen (?)

Nicholas Negroponte, Erfinder des OLPC (One Laptop Per Child) ist sauer. Erdreistet sich doch Intel, mit einem ähnlichen Gerät, dem Classmate, seiner Idee Konkurrenz zu machen. In der Tat ähneln sich beide Rechner, auch im Preis. Der OLPC (irgendwann mal als „100-Dollar-Laptop“ gestartet) schlägt mit 176 Dollar zu Buche, der ClassMate mit 200. Negroponte meint, dass Intel sein Projekt gefährde und sich was schämen solle. Was Intel-Chef Craig Barrett aber gar nicht einsehen will – schließlich habe er das selbe Ziel wie Negroponte, nämlich billige Rechner für Schwellen- und Entwicklungsländer. Negroponte wiederum glaubt, dass Intel ihn unterbieten und aus dem Markt drängen will, weil er Prozessoren von AMD verwendet. Außerdem stelle Intel öffentlich Vergleiche zwischen dem OLPC und dem ClassMate an (klar, mit welchem Ergebnis).
Interessant an Negropontes Attacke auf Intel ist, dass sie kurz vor dem Datum für die erste Abgabe von Bestellungen für den OLPC kommt (31. Mai) und man ganz böse vermuten könnte, dass die Nachfrage wohl doch nicht so groß ist, weswegen ein Schuldiger gefunden werden muss. Aber so was glaubt natürlich nur meine Nicht-Gutmenschen-Seite.

[dj]

  1. auf dem OLPC soll Linux laufen, auf dem ClassMate Windows, also Bill hat da sicher auch sein Händchen drin… wir wollen doch nicht, dass potentielle Kunden sich mit dem pösen Linux anfreunden

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