Wie man einen Hype macht

Berühmt für fünf Minuten? Auch mal im deutschen Spiegel den eigenen Namen lesen? Das geht so: Tom Oliveri wohnt in Australien, ist 16 Jahre alt und hat genau so viel Unsinn im Kopf wie alle anderen Teenager auch. Weltweit. Und das ist auch gut so. Er entdeckt irgendwie, dass er so ähnlich heisst wie ein Google-Manager, holt sich eine Googlemail-Adresse, erfindet tolle Geschichten über neue Apple-Produkte, schickt diese an Gizmodo USA (ganz wichtig: immer ins Ausland!), wird dort als Gerüchtequelle zitiert, aber schon anderthalb Stunden später enttarnt. Macht nichts. Dem deutschen Spiegel genügt das bereits, um die Geschichte (und die damit verbundenen 5 Minuten Ruhm) in einem aktuellen Artikel zu verwenden. Weil der Unterschied zwischen einem Gerücht und einer Vorab-Information so gering ist. Also, merkt euch: ähnlicher Name, wilde Vermutungen (am besten zu kommenden Apple-Produkten), ausländische Website, kurz warten, Mutti anrufen: "Du, ich steh in der Zeitung". Toll. [fe]

  1. Der Sinn dieser Meldung erschließt sich mir nicht. Der SPON-Artikel nutzt die kleine Anekdote doch nur als Aufhänger für einen größeren Artikel. Dort gehts doch nur am Rande um die Falschmeldung.

    Ist denn schon Freitag?

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