Jugend kennt keine Tugend und ist obendrein clever

Sage und schreibe 84 Millionen australische Dollar hat sich die dortige Bundesregierung die Entwicklung eines Filters kosten lassen, der zarte junge Seelen vor den Verlockungen der Pornographie schützen sollte. Und ganze 30 Minuten hat ein 16-Jähriger namens Tom Wood benötigt, um den Filter nicht nur zu knacken, sondern seine Statusleiste auch noch so zu manipulieren, dass es aussieht, als benutze er das Internt nur zu Fortbildungszwecken (gut, für einen Teenager sind auch eindeutige Bildchen wahrscheinlich eine Erweiterung des Erfahrungshorizonts).

Es wird aber noch besser. Als die Regierung als Reaktion einen neuen Filter namens Intergrad (Stalingrad?) auf zentrale Server hochladen ließ, hatte Tom den auch in 40 Minuten erlegt. Was eine Sprecherin der Mächtigen im Lande dazu brachte, mit leicht resigniertem Unterton darauf hinzuweisen, dass technische Hilfsmittel ohnehin nicht der Weisheit letzter Schluss seien, sonder dass die erzieherische Tätigkeit der Eltern gefordert sei. Als ob die wüssten, wo man die coolen Porn-Sites findet. [dj]

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