TwentyFour: Interaktive Bar mit Denkfehlern

Anscheinend gilt eine Bar, in die man nur geht, um dort an der Theke zu hocken und sich ohne weiteres Gequatsche einen nach dem anderen hinter die Binde zu kippen, als hoffnungslos altmodisch. Interaktiv heißt das Zauberwort, mit dem in London ein Etablissement namens TwentyFour die Trinker anlocken will - und dabei eine Reihe von Denkfehlern macht.Das beginnt bei der Theke - einfaches Handauflegen soll dazu führen, dass umgehend Schankpersonal auftaucht. Nun hat in einer guten Bar der zuständige Mensch, so er sein / sie ihr Handwerk ohnehin die Kundschaft im Auge und nähert sich dezent, wenn das Getränk zur Neige geht. Handelt es sich aber um einen Schuppen, in dem der Tresen keine Oase der Ruhe ist, sondern Ort wilden Gedränges, wird das Handauflegen nicht viel nützen.

Auch die Idee, die Wände mit LEDs zu pflaserten, auf dass die darauf abgebildeten Muster ständig wechseln, ist befremdlich. Wer auf die Wand blickt und sieht, dass ihr Aussehen sich ändert, wird beschließen, dass es für heute genug ist und gehen. Und selbst wenn nicht und er beschließt, sich aktiv an der Mustermanipulation zu beteiligen (was auch möglich ist): Solche Menschen sind keine seriösen Trinker. [dj]

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