Tanzen! Tanzen! Tanzen!

Diskos brauchen Strom. Viel Strom. Nicht nur der akustische Versorgungspark verschlingt Unmengen davon, auch die Grundbeleuchtung, die Spots und Effektlichter saugen die Leitungen leer. Und Strom ist teuer. Und wenn etwas günstiger, dann stammt er meist aus umweltbelastenden oder -gefährdenden Quellen. Und so ist eine niederländische Forschungsgruppe (Enviu) auf eine Idee gekommen, die den Forschungen zur Gewinnung von Strom aus mechanischer Bewegung zweier Studenten des MIT Boston verblüffend gleicht. Die Bostoner nennen ihr Prinzip Crowd Farming, entsprechend könnten die Holländer ihre Idee Dance Farming nennen. Teile der Tanzfläche ruhen auf zusammen pressbarem Material, bis zu zwei Zentimeter kann das Niveau variieren. Diese Bewegungen sollen den notwendigen Strom erzeugen, zumindest so lange, bis genug Tänzer in diese Umknick-Falle getreten sind und keiner mehr Tanzen mag. Hey, vielleicht entsteht dadurch ja eine ganz neuartige Clubkultur, Dancing in the Dark, weil man sich nicht mehr wirklich von der Stelle bewegt. Aus gesundheitlichen Gründen. [bda]

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising