Britische GEMA will Lauthörer abkassieren

Vergesst DRM und Prozesse gegen P2P-Nutzer – die britische Performing Rights Society (eine Art Gegenstück zur GEMA) ist auf einen ganz neuen Trick verfallen, wie sie Musikhörern das Geld aus der Tasche ziehen will.

Laut Ars Electronica will die honorige Vereinigung der Autowerkstätten-Kette Kwik-Fit ans Leder, weil deren Angestellte angeblich bei der Arbeit zu laut Musik hören. Und weil andere mithören können, handele es sich um eine gebührenpflichtige „Aufführung“. 250 vermeintliche Verstöße hat die PRS seit 2005 aufgelistet, und so will man jetzt 200.000 GBP einkassieren. Wer nun meint, dass der zuständige Richter die Kläger gefragt hätte, ob sie nicht doch etwas Banane seien (schnelle Abbiegung zum Bild), wird bitter enttäuscht: Ob der Grundsatzbedeutung der Klage wurde sie zugelassen.

Da werden dann sicher auch bei unserer GEMA die Ohren lang, und wer weiß, wann an der Kreuzung nicht nur der freundliche Hartz-IV-Empfänger zum unerwünschten Scheibenwischen bereit steht, sondern auch der GEMA-Blockwart, der notiert, wer sein Auto-Musikgerät so laut laufen lässt, dass die Mitwelt auch was davon abbekommt … [dj]

  1. Ich schlage vor die Musikinstrumente-Industrie produziert ganz ganz viele einfache Instrumente und Software damit die Leute sich einfach Ihre eigene Musik machen können. Davon wird die Musik zwar nicht besser aber dann brauch keiner mehr die GEMA. Und die kommen dann gar nicht auf solche Ideen.

  2. Das ist doch unglaublich, wofür Musifans alles zahlen sollen. Mal schauen, wann diese neueste Idee auch zu uns hinüberschwappt. Ich war auf der IFA und nutze seitdem ein kostenloses Tool mit Namen ClipInc: so habe ich endlich die Möglichkeit,legal und ohne einen Cent zu zahlen an meine Lieblingsmusik zu kommen – Radiomitschnitt heißt das Zauberwort: Coole Sache, auch wenn die Musikindustrie das am Liebsten verbieten würde – können die aber nicht:)

  3. >Ich schlage vor die Musikinstrumente-Industrie produziert ganz ganz viele einfache Instrumente und Software damit die Leute sich einfach Ihre eigene Musik machen können.

    Willst du mal lachen?
    Stell dich in Deutschland auf eine Bühne und mach Musik. Rate mal, wer dann vorbeikommt und Geld dafür haben will, dass du deine eigene Musik spielst…

  4. Also ich halte das für eine Spitzen-Idee. Vielleicht werden dann auch ein paar meiner Mitbürger mit Migrationshintergrund abkassiert. Also die Jungs, die mit ihrem extrem tiefergelegten 3er BWM durch die Gegend juckeln, und meinen mit ihrer 20 KW Soundanlage, jede Straße durch die sie prollen, in eine formidable Freiluftdisco verwandeln zu müssen.
    Vermutlich aber wird es soweit kommen, dass man schon zur Kasse gebeten wird, wenn man seinen Walkman zu weit aufdreht ;-)
    Jetzt mal im Ernst: Ist doch immer wieder ganz grosses Tennis, was in der merkwürdigen Welt der Gema-Gebühren so abgeht.

  5. >Stell dich in Deutschland auf eine Bühne und mach Musik.
    >Rate mal, wer dann vorbeikommt und Geld dafür haben will,
    >dass du deine eigene Musik spielst…

    Nicht dein Ernst? Sag bloß da will dann auch einer was haben? Ich dachte so an Creative Commons Musik oder GEMA freie Musik. Die sollte doch frei hör-, abspiel-, aufnehmbar sein. Oder?

    By the Way:
    RADIOHEAD hat eine neues Album (Rainbows)draußen und verkauft dieses direkt ohne Plattenlabel per Download oder CD. Und jetzt kommt es.
    Du kannst selber den Preis bestimmen!

    Jetzt laufen der Musikindustrie nicht nur die Kunden weg sondern auch die Künstler.

    Ich finde es prima das so ein direkter Geldfluss ohne die Geldhaie der MI stattfindet.
    Es gibt noch Hoffung.

    http://www.inrainbows.com/Store/Quickindex.html

  6. das ist bekannt und ich finds auch sehr gut allerdings hat daiohead die entsprechenden mittel für sowas, das hat keine band die mal rauskommen will. die sind auf die plattenfirmen und ihre subventionen angewiesen. leider :-|

  7. solln se mal die kiddies mit ihren lärmenden mobil-telefonen in der u-bahn abkassieren. dann muss man sich dem „untergrund-müll“ des mainstreams nicht mehr ausliefern. spider-pig ist zwei drei mal am tag noch cool, aber die charts…………..?

  8. Demnächst:

    100 000 Euro Strafe weil jemand ein Lied auf der Strasse gepfiffen hat und das nicht bei der GEMA angemeldet (und natürlich bezahlt) hat

    Denn:
    Raubkopier(pfeiffer) sind Verbrecher, und alleine dadurch das Menschen Lieder auf der Strasse pfeifen geht der armen Musikindustrie täglich ein Verlust von 40 000 000 000 000 000 Euro ein.

    Viel spass noch beim Musik-Hören ;-)

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