AT&T plant neuen Content-Filter

Eigentlich könnte es einem ja egal sein, was AT&T so alles auf der anderen Seite des Ozeans plant, wenn man nicht wüsste, dass es immer nur eine Frage der Zeit ist, bis alles Schlechte aus den USA auch in Europa auftaucht – in diesem Fall eine Content- Erkennungstechnik, die das Telekommunikationsunternehmen in Abstimmung mit NBC und Disney einsetzen will.
AT&T will eine Datenbank mit Informationen über den Content der Studios mit Daten darüber abgleichen, was über die Netzwerke des Unternehmens verschickt wird.

Bei Treffern werden die Dateien gestoppt.Das Ganze ist nicht prinzipiell neu, wenn man an die YouTube-Diskussion denkt, aber offenbar will man hier noch einen Schritt weitergehen und die Erkenntnisse aus dem Treiben in den Netzwerke auch noch gleich fürs Anzeigengeschäft nutzen – wie ließe sich die Popularität von Fernsehsendungen besser messen als anhand der Häufigkeit, mit der sie als Piratenbeute verschickt werden?

Auf der anderen Seite soll die Technik mal wieder als großer Schlag gegen Kinder-Pornographie verkauft werden, damit alle Gegner des Vorhabens gleich in eine bestimmte Ecke gestellt werden können – eine ja auch hierzulande beliebte Strategie (wobei in Deutschland dann ja auch gerne noch der Kampf gegen Rechtsextreme als Argument genutzt wird). [dj]

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