Zweifelhaftes Ökoschlusslicht: Nintendo

Greenpeace hat seinen Führer für umweltfreundlichere Elektronikprodukte überarbeitet und - ohoh! - es gibt ein neues Schlusslicht. Zum ersten Mal überhaupt hat Greenpeace eine Null Komma Null vergeben (Maximalwert für ein durch und durch ökologisches Produkt wäre die Zehn, wurde meines Wissens auch noch nie vergeben), und zwar an ... ([bda] hält die Luft an) ... Nintendo! Autsch. Das tut richtig weh, weil ich Nintendo eigentlich sehr gerne mag (und sogar mit dem Gedanken gespielt habe, mir eine Wii zuzulegen). Doch halt! Dieses vernichtende Urteil ist durchaus mit Vorsicht zu genießen, denn Greenpeace beurteilt mit der schlechten Note nicht Nintendos Produktionsmethoden, sondern die Richtlinien dazu. Weiter nach dem Sprung. [bda]

[via ecogeek]

Die Schlechte Note ergibt sich also aus der Absenz von Richtlinien zum Verzicht auf beispielsweise PVC oder BFRs (flammenhemmende Bromide), nicht daraus, dass Nintendo derlei Verwenden würde. Allerdings gibt es auch Punkte, wo Nintendo die Umwelt definitiv im Blick hatte, beispielsweise beim Stromverbrauch der Wii. Der liegt nämlich weit unter jenem der Xbox oder der PS3. Dafür sucht man aber vergeblich nach einem Recycling-Programm. Wenn Nintendo ein Rücknahmeprogramm startet und gleichzeitig Greenpeace gegenüber mehr Offenheit zeigt, dann könnte sich das allerdings schnell ändern. [bda]

  1. Für mich sieht das eher danach aus das dort nur harcore PS Zocker sitzen…klar das Nintendo da nach hinten gefallen lassen wird ;)

  2. Um das noch mal klar zusagen:
    Nintendo ist auf dem letzten Platz, weil sie keine Daten bezüglich der Verwendung von Chemikalien preis gegeben haben.

    Dieser Satz ist ebenfalls unglücklich gewählt:
    „Dafür sucht man aber vergeblich nach einem Recycling-Programm.“

    Zitat aus der Süddeutschen:
    Auf dem unrühmlichen letzten Platz findet sich Nintendo wieder, das keinen einzigen Umweltpunkt erreicht. Den Rückschluss, dass die japanischen Konsolen nun besonders umweltschädlich seien, dürfe man aber nicht ziehen, erläutert Greenpeace. Nintendo ist das Schlusslicht, weil das Unternehmen überhaupt keine Informationen über verwendete Chemikalien oder Recycling-Programme veröffentlicht.

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