Das Ende des Blätterns


Ein gar nicht mal so geringer Teil der Menschheit ist weiterhin der Meinung, dass Musik nicht ausschließlich mit dem Herumhantieren an Plattenspielertellern erzeugt werden kann, sondern auch mit handfesten Instrumenten.

Zu diesem Zweck kann das Lesen von Notenblättern nützlich sein, die allerdings – Problem, Problem! – von zeit zu Zeit umgedreht werden müssen. Wenn man nicht auf digital setzt: Bei EMS (E-paper Music Score) werden die Noten per Bluetooth vom Rechner übertragen und auf einem einzigen flexiblen Screen dargestellt, das „Umblättern“ erfolgt per Fußpedal. [dj]

  1. … fragt sich nur, wie man als musiker dann notizen in die noten schreiben kann. heutzutage reicht dafür noch ein bleistift … :)

  2. …das ist aber schon etwas schwach. Wenn man schon Blauzahhn und Computer benutzt, kann man doch gleich davür sorgen, dass das Ding mithören kann und von alleine umblättert, wenn eine bestimmte Note am Ende gespielt wird.Oder?

  3. Sorry, ich habe von einem professionellen Orchester gehört, welches ein ähnliches System (Monitore statt E-Paper) gesponsort bekommen hat. Jedoch werden die Dinger nur benutzt, wenn Vertreter der Sponsorfirma sich im Publikum befinden, ansonsten kommen die altbewährten Noten auf den Pult. Dieses System ist nun vom Prinzip her eindeutig ein Fortschritt, aber kann es mit richtigen Noten mithalten? Was, wenn man im Zug sitzt und ein paar Eintragungen von der letzten Probe machen will? Was vor allem fehlt ist eine zentrale Onlinebibliothek für das Notenmaterial. So, muss jedes mal wenn etwas aufgeführt werden soll, jede Stimme einzeln eingescannt werden.
    Ich bin gespannt wie sich das weiter entwickelt, aber noch ist es zu unpraktisch für die breite Masse und bestimmt nicht ganz billig. Sowas wie iTunes für Noten wäre mal eine Geschäftidee. :D

  4. Naja, ob sich das durchsetzt?
    Ich denke nicht. Noten auf Papier gibt es seit Jahrhunderten und haben einen vorteil: Sie funktionieren. Sind nebenbei noch leicht, stromunabhängig und können (wie schon gesagt) mal eben kommentiert/geändert werden.
    Wird wahrscheinlich wie bei der Ablösung der Tageszeitung durch eMedien sein – Es findet nicht statt, weil es nicht wirklich „besser“ ist.

  5. muss mich den vorrednern anschliessen.

    ich und jeder andere musiker den ich kenne bearbeitet die noten mit dem bleistift.
    ein kollege malt sie sogar bunt an.

    sowas wird doch entwickelt ohne die zielgruppe zu befragen.

  6. mist, sowas wollte ICH doch erfinden xD
    aber, dass man echte noten haben sollte seh ich auch so… aber ich hab auch von einem system gehört, wo in den ecken jeweils ein magnetstreifen eingebaut ist, und ein entsprechend am notenständer befestigter arm diese dann, auch durch ein pedal ausgelöst, umblättern soll… war der satz richtig?!? ^^
    jedenfalls solltes das auch für klavier geben!!!

  7. Ich finde das nicht schlecht. Ok es mag fuur Profis unpraktisch sein, aber für den motivierten Hobbyspieler ist das doch allemal praktisch. Ich selbst habe jedenfalls in meiner uuber 10 Jährigen Saxophon Karriere eher selten Notizen in die Noten gemacht und dafür oft Probleme beim umblättern gehabt. Bei diesem Instrument braucht man nämlich beide Hände und das konstant…

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