Nokia N96 Details


Tja. Verarschte Mitarbeiter sind zu allem möglichen fähig. Zum Beispiel dazu, die Spezifikationen unveröffentlichter Modelle ins Internet zu stellen. Natürlich ist die betreffende Produktseite wieder verschwunden. Was aber nichts daran ändert, dass die Weltöffentlichkeit jetzt Bescheid weiss. Nur um eins klarzustellen: ich sage hier nicht, dass Nokia schlimmer wären als andere. Sondern eher genauso schlimm. So wie Siemens/Benq oder Electrolux/AEG. Aber hier sind die Infos zum N96...

Quadband EDGE
Dualband HSDPA 850/2100 MHz
DVB-H Class C
125 Gramm Gewicht
103 x 55 x 18 mm
16 GB Memory plus microSD slot; 24 GB Maximum.
950 mAh Akku
6.1 cm (2.8 inch) 320×240 Display, 16 Millionen Farben
3,5 mm Kopfhöreranschluss
WiFi (802.11b/g)
GPS
5 Megapixel Kamera mit Carl Zeiss Linse, VGA Video Aufnahme mit 30 FPS, Dual LED Blitz auch für Videoaufzeichnung
S60 3rd Edition Feature Pack 2 (Flash Lite 3 Enabled Web Browser)
MicroUSB

[fe]

Into Mobile

  1. Also „weiß“ schreibt man immer noch mit ß. Da ändert auch die Rechtschreibreform nichts dran. Und den anderen Fehler verrate ich nicht. :P

    Zum Thema:
    Sicherlich ein interessantes Produkt, wahrscheinlich zu teuer, wie so oft, aber die 16 GB Speicher sind durchaus interessant.

  2. Jo. Richtig so. Was Nokia mit „wir müssen wirtschaftlich arbeiten“ ist bei einem über 100 Millionen Euro betragenden Gewinn des Bochumer Werkes reine Gier. Gier auf noch mehr Geld und noch mehr Expansion.

    Aber das „Problem“ haben ja alle große Firmen scheinbar. …

  3. Nicht alle Firmen. Ein großes Problem ist die Berichterstattung: Es werden meist nur negative Nachrichten geschrieben/gezeigt. Es gibt wohl recht viele Unternehmen, die ältere Leute einstellen (wegen deren Erfahrung), junge Leute ausbilden, expandieren und immer mehr Leute einstellen. Doch darüber wird nicht berichtet. Ich glaube in Der Zeit waren mal eine Zeit lang positive Nachrichten geschrieben. War interessant, dass es nicht nur Mord und Totschlag gibt.
    Aber es stimmt schon, dass viele Mega-Firmen mit ihren Angestellten umgehen, als sei es Material.

  4. Timbo: War doch so hier bei der Allianz Niederlassung in Köln: Die haben das Beste Ergebnis ever erwirtschaftet. Als „Lohn“ wurde die gesamte Niederlassung geschlossen, weil ein BWL’ler ausgerechnet hatte, dass es (wohl) noch mehr Geld einbringt, die Leute alle zu entlassen…

    Naja.. So ist das halt.

  5. Naja, es geht ja nicht nur um „irgendwelche BWL´er“ oder Gier. Ein Unternehmen ist nunmal wesentlich komplexer.
    Die Kapitalunternehmen haben ihr Kapital ja schließlich von ihren Anteilseignern.
    Es ist also quasi geliehen unter dem Versprechen es bestmöglichst zu verwalten/zu mehren.
    Somit haben die Kapitalunternehmen eine Verpflichtung ihren Anlegern gegenüber. Und ich bin sicher, dass, soweit es um euer Geld gehen würde, ihr auch zu maximalen Erträgen tendieren würdet.
    Denkt allein mal an euren täglichen Bedarf…geht ihr zu kleinen Läden um die Ecke oder eher zum gewinnorientiertem Discounter?
    Hab´ damit selber nichts am Hut und stelle mich nicht auf Nokia´s Seite. Trotzdem gibt es immer 2 Seiten.

  6. Ja klar gibt es immer zwei Seiten. Ein Unternehmen, dass nicht gewinnorientiert arbeitet, ist früh oder spät zum scheitern verurteilt. Es bleibt aber vielmehr die Frage, welche Schlussfolgerungen die Firma aus Einnahmen/Einbußen zieht.

  7. Ich wünsche Nokia viel Glück bei ihren Plänen in Rumänien.
    Denn genau das können sie gebrauchen!

    Von der dortigen Region finanzierter Ausbau der Infrastruktur schön und gut, aber ist sich Nokia sicher, dass sich die Zulieferer uneingeschränkt in geplanten Nokia-Village ansiedeln?
    Standorte in Westdeutschland, insbesondere im Ruhrgebiet, sind diesbezüglich wesentlich attraktiver und machen jeden „Scheingewinn“ (dazu gleich was) durch die gesparten Löhne wett.

    Besonder hart wird Nokia der Verlust der Fachkräfte treffen. Rumänien hat, auswanderungsbedingt, eine niedrige Arbeitslosigkeit. Die verfügbaren Arbeiter müssen jedoch erstmal ausgebildet werden um die bisherigen Aufgaben der Bochumer-Nokianer gleichwertig zu erfüllen. Eine Ausbildung die Nokia finanziert. Eine Ausbildung, die die dortigen „Arbeitslosen“ zu qualifizierten Arbeitern macht, die es sich mit Sicherheit nicht nehmen lassen mit der Qualifikation in der Tasche woanders hausieren zu gehen. Wo sie es aus ihrem Land doch eh gewohnt sind auszuwandern oder saisonbefristet im Ausland als „billige Arbeitskraft“ zu arbeiten.

    Viel Glück Nokia…ihr werdet es schwer haben.
    Ich für meinen Teil entsage Nokia…obwohl ich mit dem Gedanken gespielt hab mir bald ein neues Handy zuzulegen.
    Grüße

  8. Ich denke Nokia geht dort nicht auf gut Glück hin, sondern hat genug Experten, die das mehrmals durchgerechnet haben um alle möglichen Szenarios abzudecken. Vielleicht haben sie nur den Imageverlust nicht mit einberechnet…

  9. Irren ist menschlich, klar. Aber meiner Meinung nach ist jedoch wahrscheinlich, dass sich hochkarätige Wirtschaftsexperten, deren Einschätzungen der Lage sich in den meisten Fällen völlig decken, irren.
    Wesentlich wahrscheinlicher halte ich die Paarung „Angst“ und „Gier“ im Nokia-Konzern.
    Die Gier der Geschäftsleitung, die sich die geschönten Statistiken und Berechnungen ansieht. Nokia wird sicherlich nicht nur eine Person bzw. eine externe Firma mit der Aufgabe betreut haben die Lage einzuschätzen und Berechnungen für die Zukunft anzustellen.
    Üblich sind in solchen Fällen Ausschreibungen, die besten Ideen werden weiterverfolgt. Wer da Angst um seinen eigenen Arsch hat, weil er den „Auftrag“ unbedingt will, der schönt auch gerne an der ein oder anderen Stelle.
    Getrieben durch Gier willigt man schneller ein ;)
    Ich will Nokia nicht unterstellen, die Lage nicht geplant zu haben. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass einige wichtige Punkte, wie eben auch der Imageverlust, der Aspekt des „Job-Hoppings“ der später ausgebildeten Facharbeiter, sowie die Abhängigkeit von Zulieferern, die sich im Nokia-Village ansiedeln (wenn sie es überhaupt machen), nicht ausreichend bedacht bzw. gewichtet wurden.

  10. Ich möchte nur ein paar Sachen dazu sagen:

    1. Ich kann als Industriekaufmann Nokia verstehen. Und aus sicht des BWL’ers ist die Entscheidung OK.

    2. Nokia ist nicht die erste Firma die das so macht, da gibt es wirklich 1000 Andere. Die entweder in den EU-Osten oder direkt nach China gegangen sind.

    3. Viele der Firmen die ins Ausland gewandert sind, sind dann sehr schnell wieder zurück gekommen. Was leider keiner schreibt.

    4. Bis in Rumänien 1 Handy vom Band gelaufen ist, hätten in Bochum noch sehr viele Handys vom Band laufen können.

    5. In Deutschland gibt es eigentlich nicht wirklich die Fachkräfte um ein Handy à la N96 zu entwickeln / bauen (vgl. Siemens SX1).

  11. Es ist die Gier.. nicht nach mehr, sondern nach mehr „mehr“…. und das kurzfristige Denken und Handeln vieler heutiger Manager. Da zählt nur noch das eigene Fortkommen und das eigene Gehalt. Dazu muss man kurzfristig möglichst viel mehr „mehr“ machen.. selbst wenn Arbeitsplätze abgebaut werden, die sind ja eh nur noch „human resources“ und nicht mehr das Kapital ein Firma.. wer denkt denn heute noch so langfristig… tzzzzz

    Ich wollte mir eigentlich ein Nokia N95 8GB kaufen, aber ich bin nun auf Sony Ericsson P1i umgestiegen. Die produzieren sogar noch in Westeuropa und haben in Deutschland ihre Europazentrale.

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