Computer heizt ein


Während man im Normal-User-Alltag die betriebsbedingte Erhitzung seines Rechners zumeist nur als lästige, aber lösbare Unannehmlichkeit betrachtet, stellt sich das Ganze in Rechenzentren als deutlich gravierenderes Problem dar. Das aber auch Chancen bietet, wie Forscher von IBM in der Schweiz festgestellt haben.Die Abwärme der Computer-Chips ließe sich nämlich durchaus auch dazu benutzen, Häuser zu beheizen. Um die Dimension klar zu machen: Ein Datencenter, das 1 Megawatt Strom konsumiert, könnte 70 Privatgebäuden Wärme bescheren.

Bei dem System, das die IBM-Techniker entwickeln, werden Mikrochips und elektronische Komponenten mit Hilfe einer permanenten dünnen Wasserschicht gekühlt, die sich sehr stark erhitzt und dann schnell abfließt. Diese Energie wird dann gespeichert und so umgewandelt, dass sie im Haushalt nutzbar ist.

Da Wasser Hitze erheblich besser leitet als Luft, ist der Ansatz zum einen hinsichtlich des Energiespareffekts effizienter als die derzeit zumeist verwendete Luftkühlung; zum anderen sind Wasser-Systeme auch deutlich leiser. [dj]

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  1. Ach nee…
    Auf die Idee kam ich schon vor über 5 Jahren.

    OkOk. Es gibt da natürlich auch Schwierigkeiten.
    Für eine vernünftige Heizung braucht man eine Wassertemperatur von 60, besser 70 Grad Celsius.

    Ein Prozessorchip verkraftet zwar diese Temperaturen, sind aber nicht ideal (im Privatbereich können diese Temperaturen durchaus auftreten)
    In einem Rechenzentrum aber wird man bemüht sein die Chips möglichst unter 50 Grad zu halten, was für eine Hausheizung zu wenig sein dürfte.

    Entwickelt man jedoch Chips die höhere Temperaturen verkraften können, so hätte man diese Schwierigkeit einigermassen umgangen

  2. Da muss ich mal ein bisschen widersprechen. Es kommt ganz darauf an, welcher Haustyp beheizt werden soll und welche Art von Heizung verwendet wird. Niedrigtemperatursysteme kommen ohne Probleme mit Temperaturen unter 50°C aus, bzw. dürfen teilweise nicht über 50° beheizt werden. Da ist eine Fußbodenheizung von Vorteil.
    Wenn man nun Niedrigenergiehäuser mit diesem warmen Wasser aus den Rechenzentren versorgt, macht das schon Sinn. Bei Passivhäusern ist es widerum nicht mehr nötig ;-)

  3. Es braucht weder andere Chips noch spezielle Heizanlagen.
    Der Knackpunkt ist die Erzeugung einer stabilen Grundwärme, die sich über eine Wärmepumpe ggf. auf jedes benötogte Niveau anheben läßt. Dadurch, daß die Abwärme hier sinnvoll genutzt wird ist das ganze ökologisch sehr lobenswert.
    Da ein Rehcnezentrum nicht selten an UNI`s steht wären die großflächigen Abnehmer dort ja auch schon vorhanden und die Hochschuilen könnten Ihre Gesamtbetriebskosten senken.

  4. Was an der ganzen Sache etwas verwundert ist die Tatsache, daß überall wo eine Klimatisierung eingesetzt wird auch ein Wärmetauscher eingesetzt werden kann. Anstatt einfach nur die Umgebung aufzuheizen, kann die Abwärme sinnvoll genutzt werden. Da gerade Rechenzentren schon vorher recht genau Ihre zu erwartende Abwärme berechnen können ist es eigendlich peinlich, daß das nicht schon lange in der Praxis mit bestenhender Technik umgesetzt wird ?!

  5. der ansatz ist ja schonmal gut… wasserkühlung , einen wärmetauscher/pumpe dran und gut is.
    Und wenn auch nur das eigene haus geheizt wird…

    „ey, schieb mal die cpu-last nach oben… mir is kalt“ *fg*

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