Ein Traum von Unsterblichkeit


Rechtzeitig zu den christlichen Aufersteheungsfeierlichkeiten kommt eine Begräbnisinnovation aus Japan auf den Markt: Das Unternehmen Ishinokoe bietet an, auf seine Grabsteine auch noch einen speziellen Code zu meißeln, der Zugang zu einer Mobil-Website bietet, auf der der Verblichene auf Höhepunkte seines Lebenswerks hinweisen kann, sich nochmal im Bild präsentieren darf etc.

Den Service bekommt man allerdings bedauerlicherweise nur mit kompletten Grabstein, aus Marmor und Granit, der um die 6.000 Euro kosten kann, während die Gebühren für den Betrieb der Site mit umgerechnet etwa 30 Euro für die ersten drei Monate vergleichsweise bezahlbar ist.

Aber wer der Meinung ist, der Nachwelt Mitteilungen hinterlassen zu müssen, kann ja schon zu Lebzeiten sein finanzielles Vermächtnis entsprechend ordnen. [dj]

[Born Rich]

  1. Unsterblichkeit wäre aber das Bild in den Code kodieren. Eine Webseite wird vermutlich wesentlich kürzer Bestand haben als der Grabstein.

  2. Die Webseite wird vermutlich genauso lange existieren, wie jemand die Rechnung für den Provider zahlt. Da die Preise immer weiter fallen, käme man mit ein paar Tausend Euro schon ziemlich weit. Ich halte es aber lieber mit Woody Allen, der bekanntlich gesagt hat: ‚Ich möchte nicht durch meine Werke unsterblich werden sondern dadurch, daß ich nicht sterbe!‘

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