Apple Camp skillt Kids auf Macs

Ich bin ja diese Art Mutter, die sich schon darüber aufregt, wenn Schulen, Horte und Kindergärten den Sparkassen die Tore öffnen, damit die sich möglichst frühzeitig um potentielle Kundschaft bemühen können. Aus dieser Warte habe ich ein leicht komisches Gefühl bei der Tatsache, dass Apple ein Sommer Camp für Kinder zwischen acht und zwölf Jahren veranstaltet. Aber ich bin durchaus gespalten. Ich hab nichts gegen Apple, wirklich gar nichts, ich liebe mein (manchmal recht zickiges) Powerbook über alles! Aaaaber: Erstens finde ich zunächst, dass ein Sommer-Ferienlager in allererster Linie auf Outdoor-Aktivitäten aufbauen sollte. Sport is wichtig, drinnen rumhocken tun die meisten Kids doch sowieso zu oft. Zweitens finde ich es einfach zu früh, Kids in diesem Alter mit derart intensiver Promotion zu überschütten. Ich weiß, ich weiß, das ist ein wackliges Argument, weil sie ja auch TV glotzen und dort auch Werbung abbekommen. Aber ich finde, das ist was anderes. Und ja, ich finde es durchaus auch wichtig, die Computer-Skills zu trainieren. Unsere Kids haben keine Chance, im Gegensatz...
apple-camp-thumb-190×180.jpg... zu meiner Generation, die sich als letzte noch entscheiden konnte, ob man mit Computern was zu tun haben will oder nicht (wobei das auch langsam bröckelt), die Kids müssen sich damit auseinander setzen. Insofern hört sich die Apple'sche Einladung super an:

„Make a movie. Compose a song. Create a slideshow. And show it all off to the world. Apple Camp is a great opportunity for kids to participate in hands-on workshops, have fun, and learn how to do cool stuff on a Mac. With a trusty Mac, imagination, and Apple Camp, there’s no telling what you can create.“

Versteht ihr, warum ich nicht wirklich weiß, ob ich das nun gut oder schlecht finden soll? Mich würden Meinungen dazu durchaus interessieren, also bitte, ohne Hemmungen in die Tasten gehackt! [bda]

[via shinyshiny, apple.com]

  1. Ich finde es überaus sinnvoll, Kindern zu zeigen, dass die Welt einfach sein kann. Viele Menschen geben sich heutzutage mit kompliziertesten Lösungen zufrieden, weil sie denken, das wäre „normal“. Wenn ein Kind schon früh lernt, dass Dinge auch einfach sein können, wird es später eher einfachere Lösungen suchen. Und dafür ist Apple genau richtig. Von mir alle Daumen hoch!

  2. Hallo,

    ich habe 5 davon (Nachwuchs). Selbst ein 8 Bit-Rino sehe ich das auch sehr durchwachsen. Die drei Älteren lernen auf ihrem Gymnasium so gut wie nichts über IT oder technisch/gesellschaftliche Aspekte dessen. Ein wie ich finde aktuelles Beispiel hierzu:

    Mein Ältester ist normaler Weise eher in die Schublade „klug, zielstrebig, menschlich zurückhaltend“ einzuordnen. Doch letztlich führten wir eine sehr erregte Diskussion um Punkte wie Erscheinungsbild, individuelle Freiheiten und Entfaltung etc.. Da er wenig bis nichts von den Hintergründen dieser unseren modernen IT Gesellschaft versteht, viel es mir enorm schwer ihm klar zu machen, dass wohl kein Jugendlicher mehr ein „unbeobachtetes“ Leben führen kann. Also mit der permanenten Gefahr leben muss, dass alle seine Handlungen bei div. VZ’s oder sonstigen Netzwerken -auch gegen seinen Willen- auftauchen. Es ist ihm schlicht nicht möglich all diese Netzwerke kontinuierlich zu beobachten, um u.U. Karriereschädliche Bilder, Filme oder Äußerungen zu Streichen…

    Nach ein paar Stunden heftiger Diskussion fragte er abschließend:

    „Und warum bitte wird einem das nicht in der Schule beigebracht?“

    Ja, nun. Was soll man da als Elter sagen? Weil keiner versteht wie wichtig es wirklich ist, dass alles zu kennen? Zu verstehen wie es funktioniert, was sich dadurch ergibt?

    In einer Zeit in der die Existenz und die Auswirkungen dieser Technologie alle Teile der Gesellschaft betreffen, müsste IT eigentlich ein sog Kernfach wie Deutsch, Mathe etc. sein.

    Dies Unternehmen, gleich welchen, zu überlassen, zeigt lediglich das Versagen der jeweiligen Gesellschaft auf. Feriencamps helfen da auch nicht mehr…

    Gruß

  3. Ich bin ehrlich ich mag Apple nicht sonderlich, obwohl ich ein iPod Touch habe und mir eventuell ein iPhone zulege aber das hat andere Gründe ;)
    Das Apple einfach ist waage ich zu bezweifeln, ich habe in den Jahren von 9 bis 12 in den USA gelebt und wurde jeden Sommer in die Umwelt getrieben, wo wir Hütten gebaut haben, von Felsen ins Wasser gesprungen sind etc. Ich bin trotzdem ein Mensch geworden, der die Welt der Computer versteht und bei Umfragen „Können Sie mit einem Computer umgehen?“ mir immer denke – ich glaube ich könnte einen Zusammenlötten, wenn ich die Zeit hätte ;) Daher denke ich man braucht so ein Camp nicht.. es soll nur dazu dienen die Produkte von Apple zu kaufen und die mag ich wie gesagt, wegen der Firmenpolitik nicht.
    Ein „grünes Unternehmen“, welches bei Garantiefällen nicht repariert sondern wegschmeiß finde etwas unmöglich.

    Naja meine Meinung steht hier jetzt.
    Thomas

  4. hi,
    ich finde die Idee gut. Das „Camp“ geht ja auch nur 3 Std.. Natürlich ist das ja auch ne große Marketing Geschichte aber wenn ich Kinder haben werde bekommen die eh einen Mac! :D

  5. Ernsthaft, ich hab da echt schiss vor, wenn der Sohnemann von meiner Freundin dann nen Rechner haben will. Ich mein, was soll ich dem da hinstellen? Bekommt er nen Linux Rechner, wirds losgehn mit „aber alle meine Freunde haben windows“. nen mac kann und will ich mir nicht leisten. Windows gibts aus prinzip nicht. Hab ich viel zu viel Angst um meine restlichen Rechner. Sonen packetsniffenden Trojaner hat man sich schnell eingefangen.

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