Review: Sandisk Sansa Fuze

Hu? Sieht ja aus wie ein Apple iPod Nano, irgendwie. Ist aber keiner. Der Fuze vom Speicherhersteller Sandisk hat zwar so ein Lautsprecher-ähnliches Stellrad auf der Vorderseite wie der Apfelspieler, ist aber ansonsten ein Gerät mit einer anderen Mission. Natürlich, die Navigation per Dreh-und Klickrad geht flott von der Hand und erinnert in ihrer Einfachheit eher an die Mobiltelefon- als die PC-Welt. In der Basisversion fasst der (7,9 cm x 4,8 cm x 0,8 cm) kleine Fuze Gewicht: wenig) erst mal 2 GByte, kostet dann hierzulande rund 79 Eurotronen, das geht bei 8 GByte internem Speicher bis rauf nach... 120 Eurelien. Da ist aber noch nicht Schluss: seitlich fasst ein winziger Slot die ebenfalls winzigen Micro-SD-Karten (wie für Mobiltelefone), und die gibt es von 512 Mbyte bis (demnächst) 32 GByte, erzielt also maximal 40 GByte und damit Musik für einen ganzen Lebensabschnitt. Spielt alle offenen Musik-Formate (MP3, WAV, etc) ab (kein Apple-iTunes-DRM), dazu das Audible-Hörbuchformat. Mit im Kartönchen: Earplugs, Software, USB-Adapterkabel.

Das Befüllen des Players vom PC aus ist problemlos, trotz der Hersteller-Empfehlung, einen Windows Media Player 10 (bäh!) bereit zu halten, geht das prima per Drag-and-Drop (oder Winamp, etc.). Sobald er per USB-Adapter verkabelt ist, lädt er sich auf und gibt dann bis zu 24 Stunden Musik oder 6 Stunden Video von sich, letzteres auf dem klaren 1,9 Zoll Display.

Apropos Video: hier hab ich echt was zu bemängeln. Klappt das Musik-Draufladen noch wie im Schlaf, muss man für Videos eine Zusatzsoftware installieren und damit rumfrickeln (Menno!). Gilt auch für Fotos. Das, und die für meine kleinen Ohren etwas zu fetten Earplugs sind dann aber auch schon die einzigen Minuspunkte. Der Sound über die beiliegenden Hörer ist toll, glasklar mit stabilem Bass/Low-End, auch bei Sprachaufnahmen mit dem eingebauten Mikrofon (nein, den Deadhead hab ich noch nicht gemacht, Rockkonzerte könnte ihr damit selber ausprobieren).

Ebenfalls überzeugend: Dat Dingens is richtich stabil, das vollflache Metallgehäuse lässt sich auch mit einiger Entschiedenheit nicht verbiegen, gelegentliches Draufsetzen bleibt folgenlos (dont try this at home!). Schön vom Sandisk-Ingenieur mitgedacht: per Einschalttaste lässt sich das Bedienfeld verriegeln, so dass man nix unabsichtlich verstellen kann. Ich hab nen schwarzen da, demnächst gibt es den Sansa Fuze auch in Rot, Weiss, Blau.

Was ich mir für die 2.0 Version wünsche: Analoger Audio-Eingang per Mini-Stereoklinke zum Aufnehmen externer Soundquellen, Direktverbindung zu anderen Fuzes („ich schieb dir mal diesen Track rüber…“), Auslagern von Songs/Videos von der internen SSD auf die rausnehmbare Micro-SD („ich schenk dir meine 200 Lieblingssongs, Baby!“) und Videos einfüllen per Drag-and-Drop. Im Ganzen: kann man empfehlen, kriegt 11 von 12 Nullen-und-Einsen plus einen Dubstep-Sonderpunkt, weil die kleine Kiste verzerrungsfrei lauter geht, als selbst ich als als langjähriger 120-dB-Livemischer auf Dauer ertrage. Boom. [fe]

Sandisk Sansa Fuze

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  1. Ich benutze den Sandisk Sansa e280 seit einem jahr. Der ist genauso gebaut, aber etwas länger. Auch 8 gigabyte. Bin super zufrieden und finde es ist der bester player für vernünftiges geld. Mag auch die sprachaufname funktion. Er wird von der rockbox firmware unterstützt, durch die noch ne menge features dazukommen, die man sonst vermissen würde, zb ansicht und playback nach verzeichnis struktur, statt nach tags und andere dateiformate. Ich glaub sprach aufnahme ins mp3 format ist ohne rockbox nicht möglich.

    (Ob bzw wann rockbox auch mit fuze kompatibel ist, müsst ihr bei interesse selbst recherchieren …)

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