Review: Das LG KF750 Secret

Wieder einmal hat mich LG mit einem neuen Handy zum Testen bedacht, und ich muss sagen, wenn ich mir die Entwicklung hin zum jetzt jüngsten Handy so anschaue, dann hat LG auf dem Weg einiges dazu gelernt und vieles jetzt richtig gemacht. Nur die Namensgebung... bitte LG... sie lauten aneinander gereiht: ViewtyVenus (KF600) – und jetzt Secret (Black Label Reihe). Das kann doch nicht euer Ernst sein, klingt nach Damenbinden, oder Ladyrasierer, aber doch nicht nach einem Handy. Egal, das neue Modell, KF750 oder eben Secret, ist mir schon nach ein paar Tagen ans Herz gewachsen. Ein (Hardware!) Feature, das zu einem Großteil an meiner Zuneigung schuld ist: gehärtetes Glas als Schutz für das 2,4 Zoll große TFT Display (240 x 320)! Ohne Hülle (oder Schutzfolie) den superflachen Slider einfach in die Tasche schmeißen und muss sich nicht um herumfliegende Münzen, Schlüssel, Haarspangen oder sonstwas kümmern. Ein Feature wie für mich gemacht! Noch dazu ist der Rahmen verstärkt worden. Aber das ist nicht alles, was LG verbessert und vereinfacht hat. Das Bedienungspad hat beispielsweise einen „richtigen“ OK-Knopf bekommen und unterhalb des Displays gibt es jetzt auch...
lg_secretalleseiten.jpg... drei mechanische Tasten. Auch die Navigation über das vier-Wege Neon-Touch Pad erscheint mir sehr viel besser, sprich empfindlicher, als beim KF600. Das macht die Bedienung um einiges angenehmer als beim Vorgänger. Warum man allerdings nur im Bereich Multimedia das gesamte Display als Touchscreen („Fingerpad“) dazu schalten kann, ist mir schleierhaft. Das funktioniert nämlich so gut, dass LG diese Möglichkeit ruhig auf andere Features ausweiten könnte. Allerdings ist es komisch, dass dieses Fingerpad-Menü nicht mit dem Hauptmenü verknüpft ist, und das degradiert es leider zu einer reinen Spielerei. Hört man Musik und will schnell mal eine Nachricht tippen, dann muss man erst das Fingerpad deaktivieren, dann die SMS schreiben und dann wieder zurück ins Multimedia-Touchmenü. Blöd. Das Display enttäuscht übrigens (wie schon das des Vorgängers – und das vieler vieler anderer Handys) im Freien, speziell bei hellem Sonnenschein, der es fast unmöglich macht, dann noch etwas zu erkennen. Da sollte allgemein mehr gemacht werden.

secretintasche.jpgJa, was gibt es noch zu sagen? Die fünf Megapixel Kamera kann sogar Videos mit 120 Bildern in der Sekunde aufnehmen (Auflösung 640 x 480 Pixel, zehnfach digitaler Zoom), der außen am Handy befindliche Kameraknopf reagiert – im Gegensatz zum Vorgängermodell – ohne Probleme und startet den Kameramodus sofort. Ach ja, was mir auch besser gefallen hat als beim Venus war der Slot für die Speicherkarte. Dieser war beim KF600 noch so angebracht, dass man nach dem Abnehmen der Rückwand auch noch den Akku ausbauen musste. Dann konnte man unter dem SIM Kartenplatz den Speicherkartenslot entdecken. Jetzt muss man beim KF750 zwar noch die Karbonplatte hinten abnehmen, aber der Akkuausbau bleibt einem erspart. Wobei ich sagen muss, eigentlich würde ich sowas wie ne Speicherkarte am liebsten so untergebracht sehen, dass man überhaupt nichts um- oder wegbauen muss. Einige  Handys haben den Slot einfach seitlich. Das ist in meinen Augen optimal und wünschenswert.

secretsliderseitlich.jpgDas 3G Handy unterstützt UMTS und HSDPA, Daten werden per GPRS/EDGE schnell und problemlos übertragen. Trotz fünf Megapixel Kamera nennt LG das Secret nicht „Kamerahandy“ sondern betont vielmehr den Schwerpunkt Multimedia. Es hat zudem einen Bewegungssensor an Bord, den man für Spiele nutzen kann (Angeln, Dart, Kugelbahn…). Ach ja, noch etwas, was verbessert wurde: Beim KF750 hier sind nun endlich richtig gute Kopfhörer dabei. Während beim KF 600 noch diese großen harten Knubbelhörer (die eh nie im Ohr halten) beigelegt waren, hat das Secret jetzt ganz kleine In-Ear Stöpsel mit sehr flexibler Gummilippe, die auch schon bei ganz leichtem Druck die Umgebungsgeräusche aussperren und sehr bequem zu tragen sind. Die Tonqualität ist wie die Sprachqualität sehr gut. Demzufolge fällt es auch schwer, es als Businesshandy zu sehen, aber für den Privatnutzer ist es – auch optisch durch den schicken Materialmix von Glas, Leder, Karbon und Metall – perfekt. Mit seinen 112 Gramm Gewicht liegt es schön in der Hand und fühlt sich sehr gut und wertvoll an. An die Kombination aus Touchscreen und mechanischen Tasten gewöhnt man sich ganz schnell, nur wie schon gesagt, ich denke dass LG hier das Potential des Fingerpads ein wenig verschenkt. Trotzdem ist das Secret das mit Abstand beste Handy, das LG mir zum Testen bislang gegeben hat. Ohne Vertrag legt man dafür übrigens 549 Euren hin. [bda]

[LG]

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