17 Zoll Lenovo ThinkPad mit Wacom Tablet

Lenovos neuer ThinkPad W700 sieht vom Design her irgendwie ziemlich 80er Jahre mäßig aus, und das im schlechteren Sinne, und will so vor Designer und Profifotografen treten? Hm, das könnte eventuell schwierig werden. Lenovo will diesen 17 Zoll „Laptop“ (vier Kilogramm) speziell auf professionelle Anforderungen in den Bereichen Grafik Design, Fotografie und CAD abgestimmt haben. Das integrierte Wacom Tablet macht zusätzliche Geräte überflüssig und das Ganze scheint eher für Rechtshänder gedacht zu sein, so wie die Anordnung aussieht. Noch dazu prahlt die Pressemitteilung in erster Linie mit einem 400-nit WUXGA TFT Display, das aber beim genaueren Hinsehen optional ist und im Preis von 2980 Dollar nicht enthalten. Das Einsteiger-Display ist dagegen ein 200-nit WXGA LCD, wer das andere braucht muss 225 Dollar nochmal dazu rechnen. Enthalten ist dagegen eine NVIDIA Quadro FX-2700 (DVI-DL+DisplayPort+ST) 512MB Grafikkarte sowie ein Intel Core 2 Duo Processor T9400 (2.53GHz 1066MHz 6MBL2) und zwei Gig RAM, jedes mal...
thinkpadw700.jpg... steht ein Sortiment an schneller, größer, ach, einfach besser zur Auswahl. Diese sehr speziell ausgerichtete mobile Workstation hat Dual Link DVI, VGA, fünf USB Anschlüsse und einen sieben-in-eins Kartenleser, optional kann noch ein Compact Flash Reader und ein Blu-ray Brenner/Player draufgelegt werden. Klingklingkling, und so geht’s ganz schnell und man ist beispielsweise bei 4584 Dollar, oder, klingklingkling, wenn ich bei allem das beste, meiste, teuerste nehme (allerdings noch immer ohne Softwareblabla und externer Festplatte), sind wir bei satten 5214 Dollar! ... Also, es liegt wirklich nicht an Windows Vista Business dass ich den Geruch des potentiellen Erfolges da irgendwie noch nicht so richtig erschnuppern kann. [bda]

[via gizmodo US]

  1. als ob es bei arbeitsgeräten wie diesem hier aufs design ankommt.. funktionalität und seriöses auftreten sind viel wichtiger; nichts ist schlimmer als mit zig geräten aufzutauchen, kabel zu sortieren und auf einem klickibunti-laptop etwas zu präsentieren/mit dem bauherren zu besprechen.
    lenovo führt die thinkpad reihe mit diesem modell (und der beibehaltung des designs!) in die richtige richtung, mehr davon wünsch ich mir!

  2. Also mal ganz ehrlich: ein 17″ Laptop ist das Überflüssigste was es gibt. Für CAD usw. benutzt jeder halbwegs vernünftige Mensch den Notebook-Bildschirm nur für Paletten und Werkzeuge und zur anständigen Anzeige des Bearbeiteten einen externen Monitor. Also kein Grund für so ultraunmobile Schlachtschiffe wie dieses. Nächster Punkt: Ein integriertes Wacom Tablet ist ganz schön. Ich selbst arbeite viel mit so einem Teil. Nur wenn man dann nicht nur auf dem Notebook arbeitet, sondern vielleicht für die bessere Ergonomie eine externe Tastatur verwendet (oder den externen Monitor) ist das Tablet schon nicht mehr benutzbar, weil es nicht direkt vor einem auf dem Tisch ist. Man müsste seinen Arm die ganze Zeit ausstrecken. Wieso einegtlich kein touch screen? So schön das arbeiten mit Stifttablets auch ist, eine direkte Eingabe am Bildschirm wie beim Wacom Cintiq ist durch nichts zu ersetzen. Damit wäre auch der Formfaktor gerechtfertigt und man könnte sich auch überlegen tatsächlich mit dem Ding zu arbeiten. So wie es jetzt da steht ist es nichts halbes und nichts ganzes. Dann doch lieber zum gleichen Preis ein MB Pro, und ein externer Bildschirm oder ein Cintiq oder wenn es sowieso nur um Präsentationen geht und alles drin sein soll, ein Tablet-PC oder das Modbook von Axiotron. Zugegeben das ist klein, aber jede CAD-Software kann heutzutage zoomen…

  3. Auch wenn bei diesem Modell die Funktionalität eine grössere Rolle spielt als das Design, hätte man sich meiner Meinung nach in diesem Punkt mehr Mühe geben können.
    In meinem Blog (Link siehe oben) sind übrigens noch weitere Bilder des Geräts verfügbar.

  4. Ich finde es ja schon klasse, daß es endlich ein 17″ Thinkpad gibt, allerdings verstehe ich nicht warum die Brot-und-Butter-Klasse nicht bedient wird. Ein ordentliches R61 kostet 800 Euro, als 17er würde ich gerne 500 oder 600 mehr bezahlen wenn das Display richtig gut wäre. Aber was sollen wir mit diesem Gerät? Bei den üblichen Preisdifferenzen zwischen Deutschland und USA dürften wir mehr als nur Umrechnungskurs bezahlen, und damit währen wir ruckzuck bei 3000 Euro…Wer zahlt soviel dafür, wenn andere seröse Anbieter wie HP gute 17er schon für unter 1000 Euro anbietet…

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