Handy als Rabattmarkenbuch

Das Sammeln von Rabattmarken in einem Heftchen, das anschließend an der Supermarkt-Kasse gegen Bares getauscht wurde, ist ja schon lange der Flut von so genannten Kundenkarten gewichen, die eigentlich nur bedeuten, dass man - wenn man an solchen Programmen überhaupt teilnimmt - die Taschen voller komischer Plastikkarten hat.

Was man natürlich auch nicht will und deshalb immer dann, wenn man von so einem Kärtchen tatsächlich mal profitieren könnte, es nicht zur Hand hat. Darum will das japanische Unternehmen NTT Com das Plastik nun durch ein ins Handy integrierte System ersetzen.

Gyazapo, wie die Technik heißt, soll es ermöglichen, die Kundenkarten von mehr als 100 Anbietern in ein einziges Mobiltelefon zu packen. Das wird  mit einem IC-Chip ausgerüstet, der kontaktlos Daten überträgt, und so muss man beim Einkauf dann nur noch das Handy schwenken, und schon sind Bonus-Punkte und Ähnliches registriert.

Angeblich ist das Ganze auch noch richtig kundenfreundlich und sicher: Fälschung und Missbrauch seien wesentlich schwerer als bei herkömmlichen Karten, es soll ein Warnsystem geben, wenn Unbefugte auf das System zugreifen wollen, und es sei sicher gestellt, dass Händler Kundendaten nur mit deren Zustimmung austauschen dürfen.

Klingt alles schön und gut – in der Theorie. Die Erfahrung lehrt bekanntlich, dass der nächste Hack schon um die Ecke lauert, und da Gyazapo im Januar 2009 gestartet werden soll, wird man wohl spätestens im Frühjahr wissen, wie’s geknackt wird … [dj]

[Fareastgizmos]

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