Elektronenkristall fast zur Dreidimensionalität gezwungen

Es gibt bekanntlich drei klassische Aggregatzustände, fest, flüssig und gasförmig, und daran wird sich auch so schnell nichts ändern. Selbst wenn jetzt Physiker der kanadischen McGill Universität einen neuen Aggregatzustand entdeckt haben wollen. Die Wissenschaftler nennen den jüngst erreichten Zustand „quasi-dreidimensionales Elektronenkristall“, also eine Art plastisches Kristall, und er wird sich bei den nichtklassischen Aggregatzuständen einreihen müssen, ein Begriff unter welchem alle bislang bekannten Zustände versammelt werden, die nicht den drei klassischen entsprechen und die größtenteils... ... nur unter extremsten Bedingungen auftreten wie etwa das Bose-Einstein-Kondensat, Suprafluids oder auch das Plasma (das aber wiederum eine Ausnahme darstellt, da es keine Phasenübergänge zum Plasma gibt und somit von manchen Wissenschaftlern bezweifelt wird, ob es sich bei Plasma überhaupt um einen Aggregatzustand handelt). Auch die idealen Bedingungen für quasi-dreidimensionalen Elektronenkristalle können nur unter extremer Kälte hergestellt werden, damit die Elektronen die sich zwischen zwei Trägerschichten befinden von ihrem zweidimensionalen Verhalten lösen und anfangen sich so etwas wie dreidimensional zu verhalten ist aber noch ein immens starkes Magnetfeld nötig. Mögliche Anwendungen für diesen neuen Aggregatzustand sehen die Wissenschaftler etwa in Transistoren, deren Mikrochips durch das Semi-3D Elektronenkristall dichter bestückt werden könnten. [bda]

[via gizmodo US, scienceblog]

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