Der Tokyoflash Code: Wieder mal unknackbar?

Eigentlich gehörten Armbanduhren schon immer in die Kategorie Luxusartikel, eine nette Bequemlichkeit oder meinetwegen auch Geldanlage, geeignet zum Angeben und kaum eine tatsächliche Notwendigkeit. Heutzutage, wo eigentlich schon so gut wie jeder ein Handy hat (und es meines Wissens kein Handy gibt, das NICHT die Zeit anzeigt) sind Uhren eigentlich noch mehr in die Luxus/Schnickschnack Ecke gedrängt worden und fristen ein Dasein als reines Dekorationsutensil. Der Dekocharakter wird speziell bei Herstellern wie Tokyoflash zudem durch eine nur allzu oft demonstrierte Unablesbarkeit der...

… äußerst kryptisch dargestellten Uhrzeit noch unterstrichen – und trotzdem finden diese Uhren Absatz (was wiederum meine Theorie unterstreicht, dass sich niemand wirklich noch eine Uhr zum Zeitablesen kauft). Dieses jüngste Design-Chronometer des japanischen Herstellers wendet sich also als erstes an jene, die schon immer ein blinkendes Armband in Käsereibenoptik gewünscht haben. Will man die Buntheit des Blinkens genießen (oder tatsächlich den Zeitcode knacken), so sollte man vielleicht nicht unbedingt Rot/Grün-Blind sein. Ich bin jedenfalls wieder mal zu vernagelt, um die Zeit ablesen zu können, da hilft die Erklärung, dass gelbe LEDs die Stunden, rote LEDs Zehn-Minuten-Gruppen und grüne LEDs einzelne Minuten darstellen auch nichts, bei mir kommt anhand dieses Beispiels 4:38 Uhr heraus, oder wenn ich bei den gelben LEDs beide Punkte zähle (bei den anderen aber nicht – was eine Logik), dann eben auf 8:38, nicht aber auf angezeigte 9:38 Uhr. Hm. Umgerechnet knapp 105 blinkende Euralien dafür, so denn jemand auf Rätselzeitanzeigen steht. [bda]

[via gizmodo US, tokyoflash]

  1. Doch, es stimmt. die obere gelbe LED steht nämlich für +6 Stunden, während die linken gelben LED’s einzelnen zählen. das macht dann 3+6=9h ;)

  2. Mein uraltes Siemens S10D (Handy bzw. „Telefonzelle“) konnte keine Uhrzeit anzeigen. Da war man wirklich noch auf eine Armbanduhr angewiesen. Jedoch würde ich mir niemals so eine Spielerei von Toykoflash zulegen – lediglich die Oberon sieht ganz annehmbar aus, wenn auch unkomfortabel.

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