Ecotones verdrängt die urbane Brandung

Sound Machines haben meines Wissens nur im asiatischen Raum ernst zu nehmenden Erfolg, wobei man sie auch hier ab und zu im Sortiment von Online-Versandhäusern und dergleichen entdecken kann. Normalerweise haben dieses Gadgets die Aufgabe, für eine möglichst entspannende Atmosphäre zu sorgen, auch da, wo Umweltgeräusche wie etwa eine unüberhörbare urbane Brandung das Erreichen von jedweder Entspannung fast rund um die Uhr sabotieren. Wer sowas suchte, dem wurde allerdings bislang ein Wohlfühl-Klanggeschmack zwischen Delphingequietsche und Meeresrauschen aufoktroyiert. Ecotones...

… macht jetzt damit Schluss. Das Ecotones Entspannungsgadget verzichtet auf hippieske Soundtherapie-Klänge und nimmt stattdessen eine der zwölf „Soundstories“, um den Raum mit Hilfe von „Adaptive Sound Technology“optimal mit den akkustischen Halluzinationen von prasselndem Kaminfeuer, einem gleichmäßig laufenden Ventilator oder etwa den Geräuschen, wie man ihnen während einer Zugfahrt aufgesetzt ist, zu füllen. Und Ecotones setzt noch einen drauf. Da der Umgebungslärm ja auch nicht gleichbleibend auf einem Level bleibt, sind die Soundscapes vollkommen dynamisch und passen sich dem Pegel ständig an, beispielsweise durch vereinzeltes Vogelgepiepe. Nimmt Ecotones Stimmen oder etwa ein klingelndes Telefon wahr, so wird die Lautstärke automatisch verringert. Wenn das alles so wunderbar funktioniert wie die Jungs von Acquiremag behaupten, dann sind 300 Dollar eigentlich nichts im Vergleich zu den Kosten eines Umzugs. Denn manchmal kann ja die Wohnung wirklich super sein, aber der Lärm beispielsweise von einer stark frequentierten Kreuzung treibt einen über kurz oder lang wieder raus. [bda]

[acquiremag, hammacher-schlemmer]

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