Wirbelstürme mit Überschall-Knall bekämpfen?

Dass sich unter anderen die US-Amerikaner Gedanken machen über die zerstörerische Kraft von Hurrikanen und wie man diese stoppen oder zumindest mildern könnte, ist mehr als verständlich.

Immerhin häuften sich die Zerstörungen durch große Wirbelstürme im Golf von Mexiko nachweislich in den letzten Jahren, auch wenn es auch zuvor schon mehr oder weniger zyklische Katastrophenserien gegeben hatte. Zwei Wissenschaftler der Universität Akron…

… in Ohio haben jetzt verlautbart, dass sie und ihr Team eventuell einen Weg gefunden haben, wie man Orkanen die große Zerstörungskraft nehmen könnte. Atanas Gagov und Arkadii Leonov sind sich sogar so sicher, dass ihre Methode funktioniert, dass sie einen Patentantrag eingereicht haben. Ihr Plan: Rückt ein großer Wirbelsturm über den Ozean an, so müssen ihn zwei F-4 Kampfjets noch über dem Wasser quasi abfangen. Das soll gelingen, indem die Überschallflieger das Auge des Orkans in einer festgelegten, genau berechneten Elipsenbahn umfliegen und dabei immer wieder die Schallmauer durchbrechen.

Diese Überschall-Knalls sollen in der Lage sein, die Rotationsgeschwindigkeit des Wirbelsturms stark zu vermindern oder sogar zum Erliegen kommen zu lassen, noch bevor der Sturm auf die Küste trifft. (In der Position der Piloten beim Erstflug möchte ich nicht sein, soviel ist schon mal klar) Wie gesagt, alles reine Theorie. Und das bleibt es höchstwahrscheinlich auch. Vermutlich findet sich die Idee ja mal in einem Katastrophenfilm wieder, wer weiß… Der AOML-Link unten verweist übrigens auf eine Seite des atlantischen ozeanographischen und meteorologischen Labors zu Möglichkeiten und Mythen der Hurrikan-Bekämpfung. [Bianca Appelmann]

[via gizmodo US, wipo, aoml]

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