Spielend sparen lernen

Im Prinzip wissen Politiker ja nie, was sie eigentlich von der Bevölkerung wollen: Mal soll der Gürtel enger geschnallt und kräftig gespart werden, dann heißt es wieder kräftig Geld auf die Straße werfen, weil ansonsten alles im Elend endet ...

In Japan dagegen scheint man sich ganz sicher zu sein, dass Sparen angesagt ist, und deswegen gibt’s dort Oisafu.

Dabei handelt es sich um eine Mischung aus Tamagotchi und Rollenspiel: Zu Beginn des Spiels erhält man eine bestimmte Summe (virtuelles) Geld, und jede Ausgabe, die getätigt wird, führt auf dem Bildschirm zu einem neuen Erlebnis.

Wobei die Moral von der Geschicht‘ wohl relativ simpel ist: Klug sparen und anlegen ist fein und bringt voran, Prassen und Schlemmen führt zu schwersten Problemen.

Wahrscheinlich trägt Peer Steinbrück auch so ein Teil mit sich herum, und wenn am Kabinettstisch die „Haben! Haben!“-Fraktion laut wird, zückt er es und zeigt seinen Highscore und schon sind alle still und beschämt.  Aber vielleicht haben die Japaner (und die Groß-Ökonomen) ja auch noch ein Einsehen und bauen eine Geld-rauswerfen-Version … [Dieter Jirmann]

[Boing Boing]

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