Kickbee lässt Ungeborene twittern

Hmmm, ich halte es für überhaupt keine gute Idee, was sich Corey Menscher (merk-würdiger Name für ausgerechnet diesen Erfinder!) da ausgedacht hat.

Für seine schwangere Frau hat er diese elektronische Bauchbinde gefertigt, damit er via Twitter an den Aktivitäten…

… seines ungeborenen Kindes teilhaben kann. Kickbee ist der Name seiner Tüftelei, und bis hierhin kann ich ja sein Bedürfnis nach Anteilnahme durchaus verstehen und nachvollziehen. Aber als Mutter kann ich mich noch sehr gut an meine Schwangerschaft erinnern – auch daran, dass mein Sohn schon bei den routinemäßigen Elektroden-auf-den-dicken-Bauch-Checks ganz deutlich darauf reagiert hat. Und es mag mir nicht gefallen, dass dieses Setting, das die Bewegungen des Ungeborenen überwacht drahtlose Updates darüber zu Twitter sendet.

Ich wäre lieber mal vorsichtig, was die Bestrahlung eines Fötus angeht… Menscher wird ja wohl hoffentlich nicht annehmen, dass sein Kind dadurch Superkräfte bekommt und seine Gedanken später mal ohne irgendwelche Hilfsmittel ins Netz stellen kann… Nee, Spass beiseite, es kann ja sein, dass Wi-Fi völlig harmlos ist. Es kann aber auch sein, dass nicht. Solange man das nicht eindeutig geklärt hat würde ich lieber mal darauf verzichten, dass mein Kind bereits pränatal twittert. [Bianca Appelmann]

[via slipperybrick]

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  1. „… dass mein Sohn schon bei den routinemäßigen Elektroden-auf-den-dicken-Bauch-Checks ganz deutlich darauf reagiert hat. … Ich wäre lieber mal vorsichtig, was die Bestrahlung eines Fötus angeht…“

    Jetzt wird’s aber esoterisch. Eigentlich schade für ein Technikblog.

    PS: Kinder merken keine „Bestrahlung“ durch Elektroden. Sie reagieren vielmehr auf Veränderungen in der Außenwelt, zum Beispiel das Anschnallen des CTG. Und oft müssen sie sogar dafür noch geweckt werden.

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