Problemkind Zukunftsauto: Ich hätte da mal eine Frage…

Auch wenn ich nach wie vor bezweifle, dass die viel zitierten momentanen Krisenzeiten sowohl eine globale Krise als auch eine alle Wirtschaftszweige umspannende ist, so bleibt dennoch unbestritten, dass zumindest manche Zweige schwer zu kämpfen haben.

Und wie kaum eine andere Branche muss sich die Autoindustrie neue Wege und Konzepte überlegen, um sich…

… am eigenen Schopf aus dem Schlamassel zu ziehen. Viele Konzepte und Überlegungen, über die wir hier auch schon geschrieben haben, sehen vor allem einen Kurswechsel in Bezug auf den Treibstoff vor, andere wollen in erster Linie der Tatsache Rechnung tragen, dass man gerade was den Pendlerverkehr der Zukunft angeht hauptsächlich Einzelpersonen in den Fahrzeugen (die auf mindestens vier Personen ausgerichtet sind) entdecken kann.

Der Neuseeländer Alex Hodge legt nun dieses Konzept vor. The Hawk. Ein schnittiges Ding, klein, leicht, aerodynamisch. Ein Einsitzer. Und deshalb zum Misserfolg verdammt. Wahrscheinlich. Denn auch wenn das Pendeln zwischen Heim und Arbeitsplatz für verdammt Viele eher eine Einzelkämpfer-Aktion ist, so sollte ein Auto doch die Möglichkeit zur Mitnahme von Mitfahrern bieten. Für meinen Geschmack müsste dagegen der Tacho nicht bis 233 gehen, wie Hodge für seinen Hawk vorsieht.

Ich würde gerne an dieser Stelle eine Diskussion eröffnen. Was muss eurer Meinung nach getan werden, damit nicht in Rüsselsheim, Wolfsburg, Ingolstadt oder wo auch immer bald Zustände herrschen wie in Motorcity? Frisch von der Leber weg! [Bianca Appelmann]

[via dvice, hodge]

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  1. Tja, das ist nicht so leicht zu beantworten, da man nicht genau weiss, was nun das Beste Antriebskonzept ist.
    Elektroautos sind ja ganz nett aber kommt halt drauf an, wie der Strom gewonnen wird.
    Ausserdem ist die Reichweite durch die jetzigen Akku Technologien noch stark eingeschränkt.

    Also ich würde versuchen, entweder voll auf Wasserstoff zu gehen, aber gleich mit flächendeckendem Versorungsnetz oder ein 1L Auto mit Hybridkombo entwickeln.
    Also einen extrem sparsamen Motor gepaart mit den Vorteilen eines Elektroantriebs.

    Oder halt reine Elektroautos mit mind. 500km Reichweite und flächendeckenden Versorgungsnetz (Akku Tausch auf Autobahnen und Steckdosen für zu Hause, auf öffentlichen Parkplätzen und an Tankstellen).

  2. Ne, Overspice, da verwechselst du was. Die Entwicklung von alternativen Treibstoffen ist natürlich immens wichtig, aber Bianca hat ja gefragt, wie sich die Autoindustrie aus ihrer aktuellen Misere befreien kann. Deine Vorschläge würden aber die Anschaffungskosten für solche Autos noch für viele, viele Jahre lang in astronomische Höhen treiben…nicht eben eine erfolgsversprechende Strategie. Aber beim Verbrauch von herkömmlichen Kraftstoffen ist noch ne Menge Luft nach unten, 3-Liter-Autos z.B. kann (und hat) man schon seit Jahrzehnten bauen, aber selbst die konnte man nur sehr schlecht verkaufen. Vermutlich müsste man schauen, wie man solche Spar-Autos ein ganzes Stück leistungsstärker machen kann…denn erfahrungsgemäß wollen die Leute eben zumindest ein gewisses Maß an Kraft unterm Hintern haben – unabhängig davon, ob sie es brauchen oder nicht (bestes Bsp. ist wohl der Erfolg vom „Hummer“ in der Vergangenheit – und bei den Superreichen hält der Boom noch immer an)

  3. Mann ist der häßlich!
    Zur Autoindustrie: reguliert sich alles von selbst. Und hey, was gibt es besseres für diese Welt als, dass weniger Autos gekauft werden? Ich würde sie nicht vermissen.

  4. Nicht immer nur concept cars malen sondern endlich mal bauen es gibt soooooo geile und wunderschöne ideen leider sieht die welt in der realität anders aus wenn die autos rauskommen is alles was das concept car her machte dahin!!!!!!

  5. Hybrid-Auto? – Verzögert das Unvermeidliche nur um ein paar Jahre. Fänd ich also nicht so toll.
    Wasserstoff? – Heikler Treibstoff in Reinform( vgl. Hindenburg-Desater) bzw. ineffektiv in anderer Form (z.B. per Umweg über Methanol ausserdem kosten- und energieintensiv in Her- und Bereitstellung.
    Letzlich beibt einig das ElektroAuto als sinnvolle Alternative, allerdings nur bei Beschränkung auf erneuerbare Energiequellen zum aufladen.
    Momentan bestes mir bekanntes Beispiel:

    Der Tesla Roadster:
    – 350km Reichweite
    – 3,8 Sekunden bis 100 km/h
    – wird bei 200 km/h abgeriegelt
    – 2 Sitzer
    – garantierte Akuleistung von mind. 80% für über 100000km

    Eine 5türer Limosine zum halben Preis des Roadsters (ca. 100000€) also 50000€ ist schon in Planung.

    Eine Solartankstelle in Form eines Carports kann auf Wunsch mitgeliefert werden.
    Ansonsten kommt eine Tankfüllung für 350km bei deutschen Strompreisen auf ca 11-12€.
    Hinzu kommt eine ernorme Ersparniss für für Wartungs und Reperaturkosten, da eine E-Motor von „Natur aus“ wesentlich wartungsärmer ist und die meisten Bauteile eines Verbrennungsmotoren bei ersterem wegfallen.

    Wie man sehen kann gibt es bereits jetzt echte Alternativen zum Ölvernichter.
    Nur sind die Menschen selbst und damit wir alle, das Problem.
    Wir sind offenbar einfach nicht bereit den „sinnvollen“ und „vernünftigen“ Weg zu gehen sonderen gehen jeden Pfad bis zum bitteren Ende.

    Alle die jetzt ankommen mit „nur 350″ Kilometer Reichweite, und dann 4h Ladezeit, nur zwei Sitze etc. – das ist nicht eben Alltagstauglich“ – sollten sich mal die Frage stellen wie die NORMALE Nutzung eines Autos aussieht – am Morgen zur Arbeit fahren (allein) (10-30km) nachmittags Zurück nach Hause wieder allein dann zum Einkaufen im Supermarkt an der Ecke (1km) mit dem Partner auf dem 2.Sitz.
    Am wochenende Freunde, Familie besuchen, Ausflüge machen (50-100km)

    Jede Nacht steht der Wagen ungenutzt in der Garage und kann geladen werden.
    Wenn mal eine Weitere Fahrt >350km anliegt dann rechnet man entweder 4stündige Pausen/Aufenthalte ein oder nutzt ein anderes Verkehrsmittel.

    Natürlich gibt es Ausnahmen:
    Leute welche z.B. jedes Wochenende 600km zu ihrer Familie fahren müssen und schwerlich auf der Hälte der Strecke eine 4h-Pause machen wollen.
    Nur, ist das nicht die Masse, wenn die Masse jedoch endlich mal realistisch betrachen würden wie sie ihr Auto eigentlich nutzen und wieviel Verschwendung in dieser Nutzung liegt (z.B. Jeden Morgen 15km mit einem 2t schweren Kombi allein zur Arbeit fahren) wäre der Rest ein Kinderspiel.

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