Konzept: Die variable Fahrbahnschwelle

Sleeping Policeman heißen die Dinger in England, bei uns Fahrbahnschwellen oder gar Raserrampen.

Gedacht sind sie eigentlich dafür, dass beispielsweise in Wohngebieten die vorgeschriebenen 30 Stundenkilometer Maximalgeschwindigkeit nicht überschritten werden. Und wie sieht die Praxis aus? Ich kenne exakt eine Stelle…

… hier in meiner Heimatstadt, wo solche Schwellen tatsächlich angenehmer zu überfahren sind, wenn man sich an die Zone 30 Regeln hält. Alle anderen machen eigentlich erst so richtig Spass, wenn man mindestens zehn bis 20 km/h zu schnell fährt. Jedenfalls schließe ich das aus dem Verhalten von Fahrern (i. e. Gas geben vor Raserrampen), denn ich selbst hab kein Auto, will auch keines, brauche keines. Müsste ja nicht unbedingt sein, dass man die Schwellen derart beschleunigungsfreundlich gestaltet.

Oder man verbaut gleich solche High-Tech Rampen wie in diesem Konzept. Langsames Fahren wird dadurch belohnt, dass sich die Schwelle absenkt und recht geschmeidig überfahren werden kann. Auf Geschwindigkeiten über den besagten 30 Stundenkilometern reagiert diese sogenannte intelligente Schwelle mit aufstellen. Zumindest in der Theorie. In der Praxis wäre es vermutlich viel zu teuer solche Speed Bumps zu verbauen, und vermutlich wäre der Bau solcher Schwellen an sich auch nicht so einfach, denn so ein Auto wiegt schließlich schon was.

Hmmm, vielleicht wäre es doch vernünftiger, sich ein turnusmäßiges und verbindliches Fahrwissen Wiederauffrischungs-System für Autofahrer (Theorie und Praxis) zu überlegen, das man dann meinetwegen finanziell von staatlicher Seite aus unterstützt (statt in teuren, wartungsintensiven Tech-Kram zu investieren)? [Bianca Appelmann]

[via techiediva, yanko]

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  1. Das ist ja toll. Meine Lieblings-Hassobjekte sollen nun High-Tech-gepimpt werden? Ja klar, war ja nicht teuer genug, den anderen Schwachsinn zu installieren. Ja, ist glücklicherweise nur ein Modell, aber wer weiß? Vielleicht finden das unsere Verkehrsplaner gaaaanz toll. Und dann darf ja jeder Unsinn einiges kosten.

    Warum diese Rampen für mich ein rotes Tuch sind? Klar, weil ich ein Raser bin. Leider falsch! Ich fahre prinzipiell mit angepasster Geschwindigkeit. Nur leider machen die Dinger auch dann beim Überfahren einen Höllenlärm (zumindest die Teile, die in München stehen). Eine unzumutbare Lärmbelästigung für die Anwohner. Dass viele Autofahrer zwischen den Hubbeln beschleunigen um vor dem nächsten abzubremsen macht die Sache noch schlimmer.

  2. Das tolle ist ja, dass aufgrund der Massenträgheit das schnelle überfahren der Rampen weniger im Auto zu spüren ist als langsames.
    Die Stoßdämpfer stecken alles, auch bis 100km/h noch weg. *ausgenommen sind tief-tief gelegte Sportflitzers*

  3. ich hatte mal ein tolles erlebnis in norwegen. dort heißen diese dinger „farthinter“ und werden immer schön per schild am straßenrand angekündigt. immer! bis auf das eine mal….
    macht laune mitm wohnmobil wenn sich der frontschutz in den asphalt gräbt…

  4. Die Dinger wären schneller wieder weg als man Donaudampfschifffahrtgesellschaft sagen kann. Das würde unappetitlich, wenn nach ein paar Tagen dann der erste Motorradfahrer etwas zu zügig über die Schwellen kachelt……awai, das würde blutig werden….vor allem, wenn zusätzlich noch ein paar Leutchen von der Maschine zerschmettert werden würden.

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