Psystar konkretisiert Gegenklage: Apple missbraucht Urheberrecht!

Das ist ja interessant. Psystar und Apple haben sich offensichtlich geeinigt - und zwar auf eine schärfere Gangart.

Während Apple den Mac-Klon-Hersteller Psystar vor den Kadi zerrte, weil Apple seine Urheberrechte und Lizenzbedingungen durch Psystar verletzt sah, konterte jüngst Psystar mit einer kühnen Gegenklage, die in der fristgerecht eingereichten…

… Begründung dennoch zur ursprünglichen Form ein wenig modifiziert erschien. denn zunächst warf Psystar Apple vor, eine gewisse Monopolstellung für sich auszunutzen. Jetzt argumentiert die Firma mit Sitz in Miami Florida mit einem Missbrauch, den Apple mit dem Urheberrecht betreiben würde. Mit anderen worten: Apple strebt an, Psystar den Vertrieb und Verkauf von OpenComputern mit vorinsatllierter Mac OS verbieten zu können, Psystar seinerseits beruft sich auf die amerikanische „First Sale Doctrine“, welche Besagt, dass ein regulär gekauftes Produkt (in diesem Fall eine Mac OS Softwarelizenz) ohne Zustimmung des Herstellers weiterverkauft werden dürfen.

Klingt soweit eigentlich logisch, doch bislang was das Thema Software von dieser Doktrin ausgeklammert. Nur einen einzigen Fall gibt es in dieser Richtung bislang, der sogar im Sinne des Klägers ausging: Softman gegen Adobe hieß der Fall, und Softman gewann den Prozess. Adobe wollte dem Software-Anbieter den Weiterverkauf von einzelnen Teilen eines Programmpakets verbieten lassen. Mal ganz abgesehen davon, dass wirklich schwer abzusehen ist, was bei dieser gerichtlichen Auseinandersetzung am Ende heraus kommen wird, so bin ich eigentlich am gespanntesten darauf, was sich Psystar argumentativ noch so alles einfallen lässt… ;) [Bianca Appelmann]

[via cultofmac, 9to5mac]

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  1. Also ich find die idee garnet ma so schlecht ^^

    warum sollte ein gutes betriebssystem nur auf einem einzigen rechner laufen?
    schließlich kann sich ja auch ein mac user windows raufklatschen

  2. Von dem her hast Du recht, nur sehe ich das Problem, dass sich Apple dadurch auch dazu entschließen könnte, ihre Software-DVDs eben künftig nicht mehr im Laden anzubieten sondern ausschließlich mit der Hardware zu verkaufen. Schwieriges Thema…

  3. Apple will dass OSX nur auf ihren Rechnern läuft weil sie somit garantieren können dass es auch sicher läuft. Die Software-entwickler wissen ziemlich genau für welche Computer/Komponenten sie entwickeln was dem Betriebssystem mehr sicherheit gibt.
    Unter Linux oder Windows muss man immer zusätzliche Treiber installieren was bei Mac-Produkten nur für spezielle Externe Hardware gilt.

    Ich will hier nicht sagen dass die Apple-Leute nette Typen sind die vollkommen berechtigt ihre Lizenzen beschützen. Aber in diesem Punkt kann ich sie schon verstenen.

  4. Der einzige Grund für diese Klagen ist doch dass Apple Angst hat, die Leute kaufen sich keine Apple Hardware mehr! Denn das ist Apples Geschäft. Warum sollte z.b. ein armer Student statt zu einem iDerivat nicht lieber ein viel günstigeren PsyStar Rechner mit OSX kaufen?

  5. Andere Frage: Warum sollte sich ein armer Student ein iDerivat zulegen, wenn er sich für noch weniger Geld das Ding selber zusammen bauen kann?

  6. Also ich denke nicht das es Apple um Sicherheit und Stabilität geht.

    Über die letzten Jahre ist in der Produktpolitik bei Apple ein gewaltiger Ruck gegangen. Weg von der teuen Eigenbrödelei hin zu Kompatiblen und Standardisierten Hardwareplattformen. Das die Geräte vom Aussehen schicker sind als die normalo PC Gehäuse ist im Moment das einzige Verkaufsargument für Apple Hardware. Da aber die Mitbewerber nicht schlafen und auch anfangen schöne Hardware zu entwickeln sieht sich Apple in Zugzwang. Erst recht wenn da jemand das Apple Betriebssystem auf Applefremder Hardware laufen lässt.

    Apple rafft es nicht, dass sie einen viel höheren Verbreitungsgrad erreichen könnten wenn sie Ihr Betriebssystem nicht an der Hardware binden würden. Im ersten Moment würden vielleicht die Hardwareumsätze einbrechen aber eine Verbreitung von MacOS würde zunehmen. Wenn Apple clever ist könnten sie durch den Verkauf von Lizenzen einiges umsetzen und für eine größere Verbreitung von MacOS sorgen.

    „Dell bietet jetzt Ihre Rechner wahlweise mit MacOS, Windows 7 oder Linux an“

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