Die Musik ist weiblich, aber ohne Hand und Fuß (oder so ähnlich)

Männer sind eben triebgesteuerte Primitivlinge und werden es für immer und ewig bleiben. Sagte jüngst unser Leser Mich-a-el, wohlgemerkt. Nicht ich.

Aber er hat mich voll und ganz überzeugt. Und eine weitere Bestätigung seiner gar nicht allzu kühnen These findet sich hier in Form dieser beeindruckenden Demonstration, die…

… man auch als Deutungsversuch werten könnte, dass die Musik eben weiblich ist. Der Künstler Bob Turek hat sich bestimmt irgendwas äußerst Tiefsinniges dabei gedacht… aber hat er auch damit gerechnet, dass sein Objekt (da geht der Aufschrei schon los) ein kleines bis mittelgroßes feministisches Erdbeben auslöste? Vermutlich nicht. Weil er ja schließlich als Mann per se ein triebgesteuerter Primitivling ist.

Mit ein wenig mehr Grips in der Birne hätte er besser mal flugs auch noch eine männliche Schaufensterpuppe verbaut, mit Nippeln, die als Drehknöpfe fungieren und einem handschmeichlerischen primären Geschlechtsbeweis, der die Rolle einer abnehmbaren Fernbedienung oder so einnehmen darf. Dann müsste er sich zumindest nicht den Vorwurf der Frauenverachtung gefallen lassen.

Mir als Frau ist das Ding hier übrigens relativ egal, zumindest in feministischer Hinsicht. Ich finde die Female Stereo Anlage halt ziemlich hässlich, und nur darum würd ich es/sie mir nicht in die Bude stellen. Und?  Meinungen? Irgendjemand? [Bianca Appelmann]

[via BricksandStones, Bob Turek]

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  1. Bis auf den Umstand, dass ein Kopfhöreranschluss im Bauchnabel (mit Nabelschnur sozusagen) irgendwie pfiffiger rüberkäme, drängt sich bei mir in der gewählten Variante eher eine Tamponassoziation auf. Oder soll ich etwa einen Penisvergleich mit einem 3,5mm Klinkenstecker anstrengen? So gestraft ist doch wohl kein männlicher Erdenbürger!

  2. Ich nehme es als Verbildlichung eines Wortspiels – schließlich spricht man bei den Verbindungen durchaus von „männlich“ und „weiblich“ und mir kann keiner erzählen, dass damit der Bauchnabel gemeint ist.

    Und ob du dem Mannequin denn Anschluss jetzt im Bauchnabel, im Mund oder in der Vagina montiert hättest, das Thema Phallussymbolik wäre so oder so auf den Tisch gekommen.

  3. naja, ich find das ding schlicht hässlich. auch aus künstlerischer sicht eher unaufregend. „hmm, eine schaufensterpuppe…da brauch ich jetzt 2 lautsprecher und einen eingang. wo bau ich die jetzt rein?“ *gähn*
    nachdem ich mir jedoch auch vorstellen kann dass freund bob dabei eine bewusste provokation versucht hat, bin ich der ansicht, das ding nicht einmal zu ignorieren, wie man in wien sagt.
    hätte er tatsächlich im selben zuge auch ein männliches pendant mit ähnlicher sexueller fixierung geschaffen, wäre das bemerkenswerter…

  4. die herrschaften mit ihren pseudo-gehoben ausgedrückten kritikpunkten dürfen den gern zitierten stock jetzt wieder aus dem allerwertesten ziehen…

    es ist einfach witzig, nicht mehr und nicht weniger. andere leute stecken ihre zeit in wesentlich weniger sinnvolle beschäftigungen. da finde ich eine sexuell inspirierte musikanlage wirklich nicht weiter störend. die bringt den menschen wenigstens noch etwas klangvolles in den alltag und ist einen 2. blick durchaus wert.

    in diesem sinne

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