The Brunch: Damit einen die Banalität des Alltags nicht auffrisst!

Ganz interessant ist das Spannungsfeld, das zur Entwicklung dieses Brunch-Konzepts führte.

Als Ausgangspunkt wählte der niederländische Designer und Wahllondoner Ivo Vos die psychologische These, dass Neurosen da verstärkt entstehen können…

… wo natürliche, echte Gefahren und Schwierigkeiten fehlen. Ergo müssen Herausforderungen geschaffen werden. Und genau das will Brunch.

Der Toaster beispielsweise lädt zu Katapultspielen ein: Der Wurfwinkel des Toasts kann per Regler bestimmt werden und macht so den Toastweitwurf zur Brunch-Pflichtdisziplin. Die Teekanne dagegen macht einen Sport daraus, das Aufgussgetränk aus möglichst großer Höhe in die Tasse plätschern zu lassen, und das Millimeterpapier-Geschirr samt Besteck ist genau das richtige für handfeste Pedanten, ebenso wie die Messbestecke für Zucker und Milch.

Alles soweit ganz nett, aber irgendwie kommen mir diese Ideen alle selbst hochneurotisch vor und nicht gerade dazu geeignet, den Gang zum Therapeuten zu ersetzen. [Bianca Appelmann]

[via slipperybrick, ivovos]

Tags :

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising